Besuch bei Tomte und Karlsson

Marco Brunotte (von links), Gudrun Mennecke, Willi Minne und Rüdiger Scholz sprachen beim Besuch er Krippe am Reuterdamm über den Fachkräfte-Mangel.

SPD-Ratsmitglieder zu Gast in der Krippe

Langenhagen. Tomte und Karlsson heißen die bekannten Figuren aus den Kinderbüchern von Astrid Lindgren. Die Birkenhof Jugendhilfe gGmbH hat diese Namen für zwei Kinderkrippen am Reuterdamm verwendet. 24 Kinder werden hier betreut und gefördert. Die SPD-Ratsmitglieder Gudrun Mennecke, Willi Minne und Marco Brunotte informierten sich bei einem Besuch über die Einrichtung.
Rüdiger Scholz, Geschäftsführer der Birkenhof Jugendhilfe gGmbH, empfing die Gäste in seiner Einrichtung, die vielen unter dem früheren Namen Haus Irene bekannt ist. Das damalige Kinderheim hat sich jedoch zu einem vielfältigen Anbieter der Kinder- und Jugendhilfe entwickelt. „2009 und 2016 haben wir die Krippen eröffnet“, berichtet Rüdiger Scholz, „daneben haben wir weitere Angebote, wie zum Beispiel eine Mutter-Kind-Gruppe oder die Wohngruppe Zwergenland.“ In mehreren Wohngruppen werden Kinder, Jugendliche und junge Mütter betreut und unterstützt, die nicht in ihrem häuslichen Umfeld leben können.
Dafür hat die zu Bethel im Norden gehörige Einrichtung an vielen Stellen in die Gebäude investiert. Alleine für die weitere Krippengruppe Karlsson wurden 180.000 Euro und für den neuen Spielplatz 130.000 Euro investiert. So können 24 Kinder im Alter von sechs Wochen bis drei Jahren betreut werden. Mit besonderen Betreuungszeiten von 7 bis 17 Uhr kann auf die individuellen Bedürfnisse der Familien reagiert werden. Dabei sieht die Einrichtung für die Arbeit mit den Kleinstkindern die Schwerpunkte beziehungsvolle Pflege, freie Bewegungsentwicklung und freies Spiel.
Als Landtagsabgeordneter hatte Marco Brunotte ein besonderes Augenmerk: „Wir haben viele Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für frühkindliche Bildung beschlossen. Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei die Einführung der Dritt-Kraft in den Krippen“, sagte er. Die Kosten hierfür übernehme das Land Niedersachsen und in den nächsten Jahren wachsen die Kräfte zu vollen Stellen heran. So werde die Betreuungsqualität gestärkt und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für die Erzieherinnen verbessert. Die Maßnahme habe sich sehr bewährt.
Sorgen bereite die Sicherung von Fachkräften. „Es wird zunehmend schwierig für die Sozial- und Erziehungsberufe geeignete Bewerber zu finden“, berichtete Rüdiger Scholz. Zumal der Bedarf weiter wachse. Deswegen befasse sich die Birkenhof Jugendhilfe gGmbH sehr intensiv mit dem Thema Recruiting und Qualifizierung.