Betreuer waren gefordert

Geflüchtete besuchten die Ideen-Expo

Langenhagen. Neues entdecken und selbst ausprobieren – das bot die Ideen-Expo auf dem Messegelände Hannover. „Genau das Richtige für Geflüchtete“, berichtet Wilhelm Zabel, Sprecher der ehrenamtlichen Helfer der Willkommensgruppe des Vereins „Gemeinsam leben in Langenhagen“. So besuchte die 25-köpfige Gruppe die Ideen-Expo.
Nach kleinen Startschwierigkeiten (es trafen nicht alle zur verabredeten Zeit an der Haltestelle der Stadtbahn ein) war die Gruppe beim Umsteigen unter dem Aegidientorplatz glücklich vereint und konnte sich in voller Stärke den Gruppenfotos auf dem Expo-Gelände stellen. Schnell ergaben sich nach dem Eintritt in die „Ideen-Expo“ unterschiedlich Interessen, sodass in kleinere Gruppen aufgeteilt wurde. „Unsere Schützlinge waren voll bei der Sache und haben ihren Betreuern alles abverlangt, weil vieles zu erklären war“, sagt Wilhelm Zabel.
Den meisten Zuspruch habe es an den Ständen gegeben, an denen man selbst aktiv werden konnte. Auch der Ozeanbesuch mit Drei-D-Brillen hat sehr gut gefallen. „Gestaunt haben alle über die Vermüllung der Meere, die dort sehr eindrucksvoll und nah gezeigt wurde“, so der Hinweis des Betreuers und weiter, „Bei einem Anbieter von Berufsorientierungskursen sind einige in guten Gesprächen gelandet, wohlgemerkt auf Deutsch.“
Beim Besuch der „Ideen-Expo“ ist der Eintritt frei. Für Fahrkarten und für Essen und Trinken während des ganztägigen Ausfluges fielen jedoch Ausgaben an. Hierzu stellte der Vereinsvorstand einen Antrag auf Unterstützung – mit Erfolg!
Die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung als Träger der Initiative „Stiftungen helfen – Engagement für Geflüchtete in Niedersachsen“ stellte schnell und unbürokratisch einen Mittelzuschuss zur Verfügung, der die Kosten fast deckte. Schon drei Wochen nach dem Antrag – vier Wochen vor dem Besuchstermin – ging der Zuschuss auf dem Vereinskonto ein.