Betreuung sterbender Menschen

Der Langenhagener Hospizverein präsentierte sich auf dem Marktplatz. (Foto: D. Lange)

Hospizverein ist ambulant aufgestellt

Langenhagen (dl) Die einfache Überlegung, den Menschen zum unmittelbaren Ende ihres Lebens mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit zuteil werden lassen wie bei ihrer Geburt, dürfte einer der Grundpfeiler sein, der dem Hospizgedanken zugrunde liegt. Das Hospiz schafft für schwerstkranke und sterbende Patienten eine Atmosphäre für ein Sterben in Würde. Um ihnen das Abschiednehmen zu erleichtern und dem Sterbenden, aber auch dessen Angehörigen das Gefühl zu vermitteln, in dieser Stunde nicht alleingelassen zu werden. In aller Regel treten daher die medizinischen Aspekte in einem Hospiz hinter die Interessen des Patienten zurück. Nach Auffassung des Hospizvereins, der sich und seine Arbeit am vergangenen Sonnabend auf dem Marktplatz vorstellte, steigt aufgrund der sich verändernden Altersstrukturen in der Bevölkerung der Bedarf an Hospizplätzen bis zum Jahr 2030 auf rund 2300 allein für Langenhagen. Der Welthospiztag in Verbindung mit der im Jahre 2008 auf den Weg gebrachten Charta zur Betreung schwerstkranker und sterbender Menschen sollen mit dazu beitragen, den Hospizgedanken und das Bewußtsein für dessen Notwendigkeit noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, denn auf diesem Gebiet ist noch viel zu tun. In der Stadt Hannover gibt es drei Hospize. Die Krankenhäuser Siloah, Vinzenz, die MHH als auch das Friederikenstift verfügen jeweils über sogenannte Palliativstationen, deren Zielsetzung freilich eine etwas andere ist. Da Langenhagen weder das eine noch das andere hat, unterhält der Langenhagener Hospizverein einen ambulanten Hospizdienst. Dessen ausgebildete und ehrenamtliche Mitarbeiter besuchen und betreuen die betroffenen Patienten und deren Angehörige sowohl zu Hause wie auch in den Krankenhäusern.