„Bevor der Korken schließt“

Stellungnahme aus dem Parkbeirat

Langenhagen (gg). „Wenn Menschen danach gefragt werden, was sie in besonderer Weise an ihrer Stadt lieben, sind Gärten, Parks und Landschaften immer dabei“, sagt Kaspar Klafke mit Erfahrung, denn der Honorarprofessor hat sich Jahrzehnte lang mit Landschaftsarchitektur beschäftigt. Als Ruheständler hat er in den vergangenen acht Jahren den hiesigen Parkbeirat geleitet, hatte gemeinsam mit Ricky Stankewitz (NABU) den Vorsitz inne. Dem Vorstand war es immer ein Anliegen, den auf dem Wert des Langenhagener Stadtparks aufmerksam zu machen. Kaspar Klafke sagt: „Die Hannoveraner lieben ihre Herrenhäuser Gärten und die Eilenriede, die Hamburger ihre Alster, die Berliner ihren Tiergarten und den Wannsee. Der Langenhagener Stadtpark ist ein Gartendenkmal. Seine historischen Elemente sind zu bewahren.“ Einmal mehr erinnert Kaspar Klafke mit einer aktuellen Stellungnahme an diese, eigentlich von Politik und Verwaltung bestätigte Tatsachen. Hintergrund ist der Vorschlag der Stadtverwaltung zur Bebauung des Stadtparks am östlichen und westlichen Rand – das ECHO berichtete. Der Parkbeirat-Vorstand mahnt: „Der Stadtpark ist keine Verfügungsfläche für baulichen Erweiterungsbedarf.“
Die Rieselfelder (Stadtpark-Ostseite) seien zudem der einzige Bereich, von dem aus noch eine Verbindung zur Wietze-Niederung besteht. Schon der in der Nachbarschaft vorgesehene Schulneubau werde diese Verbindung erheblich beeinträchtigen, und es werde großer Anstrengungen bedürfen, diese auch aus stadtklimatischen Gründen wichtige Öffnung zu erhalten. Eine Bebauung der Rieselfelder würde sie endgültig wie ein Korken verschließen – bezogen auf den Biotopverbund und den Wasserhaushalt in den Stadtparkteichen.