Beweise aus einem Fall gesichert

Gut zu erkennen ist die massive Ausführung der als Beweismittel gesicherten Tatwerkzeuge. (Foto: G. Gosewisch)

Fahnungserfolg der Polizei, Täter sitzen im Gefängnis

Langenhagen (gg). Die Polizei zeigt nun die Tatwerkzeuge zweier Autoaufbrecher, die Mitte Januar nach frischer Tat festgenommen wurden: Bolzenschneider, sogenannte Kuhfüße und ein Zieh-Fix liefern Indizien. Polizei-Ermittler Klaus Nestler sagt: „Dieses Werkzeug wird bei Ein- oder Aufbrüchen gebraucht.“ Mit den gebogenen Brechstangen (Kuhfüße) können Türen aufgehebelt und mit dem Zieh-Fix ganze Schließzylinder gezogen werden. Pfostenschlüssel, Taschenlampe, Sprechfunkgeräte und ein just gestohlenes Navigationsgerät ergänzen die bei den Autoaufbrechern festgestellten Utensilien, die zudem vermuten lassen, dass sie nicht nur einmal auf Raubzug waren. „Beweisen lässt sich jedoch nur der eine Fall, bei dem sie erwischt wurden“, erklärt Rüdiger Vieglahn, Leiter des Ermittlungsdienstes im hiesigen Polizeikommissariat, zu den abgeschlossenen Hintergrund-Ermittlungen. Die Täter, 36 und 45 Jahre alte Serbier ohne Wohnsitz, haben mehrere Pässe, keine Fälschungen. Der 36-jährige Täter wurde in einem beschleunigten Verfahren dem Haftrichter vorgeführt. Gegen ihn lag noch ein Haftbefehl wegen Fahrens ohne Führerschein vor. Da er die Geldstrafe nicht bezahlt hatte, sitzt er nun in der Justizvollzugsanstalt sowohl die alte, als auch die neue Strafe ab. Der 45-jährige Täter, vermutlich der Bruder, ist bei der Polizei einschlägig wegen Eigentumsdelikten und Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz bekannt. Er sitzt nun in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt.
Zur Last gelegt wird den Tätern der Autoaufbruch am 12. Januar um 0.15 Uhr an der Rathenaustraße, bei dem sie von einem Zeugen beobachtet wurden. Er alarmierte die Polizei umgehend unter der Rufnummer 110, was zum Fahndungserfolg führte. Zwei Polizisten fiel ein geparkter Peugeot an der Kastanienallee auf, in dem die Täter saßen. Sie gaben vor, sich nur zu unterhalten und schon länger im Auto zu sitzen. Ihre vom Regen nasse Kleidung und die festgestellten Tatwerkzeuge führten zur Verhaftung. Der Peugeot war geliehen. Eine Garbsenerin wurde als Halterin des Fahrzeugs ermittelt. Sie handelte im guten Glauben. Die Täter hatten sie um Hilfe für einen Umzug gebeten.