Bewusstsein für das Energiesparen wecken

Setzen auf energiesparendes Nutzerverhalten: Heike Böhmer (Institut Bauforschung) (links) und Doris Lange (Leiterin Sozialberatungsdienst).

Geflüchtete sollen durch Informationen sensibllisiert werden

Langenhagen. Die Sensibilisierung der Bewohneri der städtischen Unterkünfte für Geflüchtete für das Thema Energie ist ein wichtiges Ziel zum energiesparenden Umgang mit den Energieressourcen. Die Energieverbräuche in den Unterkünften liegen im Vergleich zu erwarteten Verbrauchszahlen in einigen Einrichtungen erheblich höher. Vielen Bewohnern ist die Art des Wohnens sowie der Umgang mit Energie in Deutschland nicht vertraut und erfordert ein neues Lernen. Das Nutzerverhalten hat erheblichen Einfluss auf die Energieverbräuche, sodass sich die Stadtverwaltung verschiedene Wege überlegen und ausprobieren muss.
Nachdem mit Informationsveranstaltungen im größeren Rahmen festgestellt wurde, dass eine Vermittlung von energiesparendem Nutzerverhalten aufgrund der Sprachvielfalt kaum erreichbar ist, bieten die Umweltschutzbeauftragte Marlies Finke und das Team „Sozialberatungsdienst“ seit November kleine Informationsveranstaltungen für bis zu 15 Personen an. Die ersten beiden Veranstaltungen im MILA „Gesund und energiesparend wohnen“ wurden von den Menschen mit Fluchterfahrung aufmerksam und offen angenommen. Es wurde in drei Sprachen übersetzt. Heike Böhmer vom Institut für Bauforschung bietet in einfacher Sprache einige wesentliche Inhalte zum Wohnen an: energiesparendes Heizen und Lüften, Gesundheitsaspekte wie Schimmelpilze erkennen und vorbeugende Maßnahmen kennenlernen.
Die Informationsveranstaltungen sollen im kommenden Jahr fortgesetzt werden; geplant ist jeden Monat eine anzubieten.
Außerdem werden den Migrantenkindern in den Ferien Umweltbildungsaktionen mit „Baldur dem Energiezauberer“ angeboten. Die Kinder sind spielerisch und mit Experimenten viel leichter für das Thema Energie zu begeistern und haben oftmals auch schon bessere Deutschkenntnisse. Und so kann auch die Übertragung in die Familienhaushalte besser gelingen.