BfK plant Besuche an der Haustür

Kaltenweider Verein sucht das Gespräch über die Flüchtlinge

Kaltenweide (ok). Besuche an der Haustür – oft ein probates Mittel, das von Politikern eingesetzt wird, wenn der Wahlkampf in die „heiße Phase“ geht. Und auch der Verein Bürger für Kaltenweide (BfK) geht jetzt diesen Weg, wenn auch nicht, um für sich Eigenwerbung zu betreiben. Ziel ist es, Verständnis für die Flüchtlinge zu wecken, die Anfang des Jahres in die Pfeifengrasstraße kommen sollen, Sorgen und Ängste zu nehmen und auch Fragen zu beantworten. Diese Initiative ist das Ergebnis einer Sitzung des Arbeitskreises „Flucht“, die sich zu einer Einwohnerversammlung entwickelt hatte. Mehr als 40 Interessierte waren jetzt gekommen, um sich über die geplante Sammelunterkunft in Kaltenweide zu informieren – darunter Bürgermeister Mirko Heuer, Kaltenweides Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr, Elke Zach, Ortsbeauftragte des Nordhannoverschen Ortsverbandes der Johanniter, und Wilhelm Zabel vom Verein „Gemeinsam Leben in Langenhagen. Die Bürgerinnen und Bürger waren mit gemischten Gefühlen gekommen, eine Anwohnerin formulierte ihre Intention zu der Veranstaltung zu kommen mit den Worten „Es geht darum, das es gut wird“. Der Dialog ist nach Ansicht von Arbeitskreissprecher Markus Villwock und Vorstandsmitglied Marco Rösler wichtig. „Eine gelebte Willkommenskultur wirkt auch präventiv“, ist sich Marco Rösler sicher. Der BfK sucht in diesem Quartal den persönlichen Kontakt, wird die Ergebnisse der Umfrage dann auswerten und an die Stadtverwaltung weitergeben. Marco Rösler, der wie seine Kollegen für konkrete Hilfe vor Ort einsteht, ist überzeugt: „Wir werden das Beste aus der Situation machen und die Neubürgerinnen und Neubürger integrieren.“