Biblische Geschichte auf der Bühne

In der Godshorner Kirche zeigten die Gruppen „conTAKT und conVOICE“ das Musical Jona.

Kirchliches Musical-Team feiert Erfolg

Godshorn. Das diesjährige Musical mit dem Titel Jona, erarbeitet von den Gruppen „conTAKT und conVOICE“, wurde nun in der Kirche Zum Guten Hirten aufgeführt. Dieses Jahr unterstützten erstmalig auch Eltern der Chorkinder einen Teil der Aufführung. Mehr als 800 Stunden Arbeit wurde von den Beteiligten in die Inszenierung gesteckt. Auch ein ganz besonderer Gast war dabei: Für ihn wurde die ganze Kirche in eine Unterwasserwelt verwandelt und 27 Chorkinder fanden in seinem Bauch Platz. Der Wal! Während die Lippe und der Stoffkörper von dem Verlag des Musicals, Adonia, geliehen werden konnten, wurde die monumentale Schwanzflosse mit einer beachtlichen Spannweite von 3,6 Metern in Eigenarbeit konstruiert.
Zur Handlung. Eine schlechte Nachricht überbringen zu müssen, ist keine schöne Aufgabe. Einem ganzen Volk seinen Untergang ankündigen zu müssen ist noch viel schlimmer. Kein Wunder, dass Jona sich sträubt, diese Aufgabe, die ihm von Gott aufgetragen wurde, zu erfüllen. Er will vor seinem Auftrag fliehen und beschließt, nach Tarschisch zu reisen. Doch als plötzlich ein Sturm losbricht und das Schiff, auf dem sich Jona befindet in Seenot gerät, steht fest: Er kann sich nicht einfach vor Gottes Aufgabe drücken. Die Seeleute sind verzweifelt und rufen ihre verschiedenen Götter an, zu helfen. Als sich an ihrer aussichtslosen Lage nichts ändert, wird das Los geworfen, um zu erfahren, wer an dem Unglück schuld ist. Das Los fällt auf den Propheten Jona. Dieser gibt zu, dass er Gott nicht gehorcht hat und er schuld an dem Unwetter ist. Der Kapitän trifft die Entscheidung: Jona muss von Bord geworfen werden, damit sie noch eine Chance haben zu überleben. Und prompt versiegt der Sturm. Für Jona ist die Reise aber noch nicht beendet. Ein riesiger Fisch taucht aus dem Meer auf und verschluckt ihn. Gott hatte Erbarmen mit dem Verzweifelten und hat das Tier geschickt, um ihn zu retten. Drei Tage und Nächte bleibt Jona im Bauch des Fisches bis er wieder ausgespuckt und an Land geschwemmt wird. Noch kann er sein Glück nicht recht fassen, doch als ihm Gottes Stimme sagt, dass er nun seinen Auftrag vollbringen soll, macht er sich sofort auf nach Ninive. Das machtversessene, an viele Götter glaubende, brutale Volk ist laut Gott dem Untergang geweiht. Als der König von Assyrien davon erfährt, ergreift er sofort Maßnahmen: Die Bürger und Tiere der Stadt sollen fasten und durch Trauerkleidung ihre Buße ausdrücken. Die Vorkehrungen wirken: die Stadt stürzt nicht, wie prophezeit nach 40 Tagen in sich zusammen. Das Volk Ninive ist erleichtert, denn Gott hatte Erbarmen mit ihnen. Nur Jona ist erzürnt. Gott hat sein Versprechen nicht wahr gemacht, sondern den Menschen verziehen und zudem hat er auch noch Jonas Pflanze, unter der er Schutz vor der Sonne gesucht hatte, verdorren lassen. Doch der Himmelsvater lässt Jona einsehen, dass er zu Unrecht gehandelt hätte, hätte er Ninive zerstört, obwohl die Menschen sich gewandelt hatten. (Jona 1-4)