Bienen mussten umziehen

Siegfried Neske, Vorsitzender des Langenhagener Imkervereins, half den Tierrettern der Feuerwehr und sammelte die Bienen ein. (Foto: K. Jüttner)

Hilfe leisteten Feuerwehr und Imkerverein

Godshorn (gg). Die Tierretter der Feuerwehr wurden nun in der Flüchtlingsunterkunft an der Grovestraße tätig. Bienen hatten sich im Innenraum gesammelt. Sie waren auf der Suche nach einem Heim.
„Da keine akute Gefahr von den Bienen ausging, wurde ein Imker zur fachlichen Beratung hinzugezogen“, so die Meldung von Krähenwinkels Ortsbrandmeister Kai Jüttner. Siegfried Neske vom Langenhagener Imkerverein fing das Bienenvolk ein. Im Gespräch mit dem ECHO erklärt er, wie das geht. So werden die Bienen mit einem Besen vorsichtig abgefegt, in einen Eimer hinein. „Etwas Feuchtigkeit sorgt dafür, dass die Flugfähigkeit eingeschränkt wird“, sagt der Experte. Mit einer Gaze verschlossen hat er den Bienen im Eimer daraufhin Ruhe verordnet. Siegfried Neske erklärt: „Der Orientierungssinn der Bienen muss etwas verloren gehen, muss sich neu finden.“ Letzteres sei nach ersten Beobachtungen gelungen, weil die Bienen nach einem Tag „Haft im Eimer“ die angebotenen Waben angenommen haben. Geschickt genutzt wurde der genetisch festgelegte Pflegetrieb, weil in der Wabe frische Brut war. Regelmäßiger Flugbetrieb wurde schon aufgenommen. Spannend ist nun, so der Hinweis von Siegfried Neske, was die Königin als Nächstes tut.