Bildungslandschaft vor Veränderung

Willi Minne (links) und Marco Brunotte sehen es als Aufgabe der Kommunalpolitik, die Realisierung der Ganztagesbetreuung in den Grundschulen zu unterstützen. Mitte: Schulleiterin Godshorn Andrea Kunkel.

Marco Brunotte und Willi Minne im Gespräch

Godshorn. Gemeinsam mit dem Ortsbürgermeister Willi Minne besuchte der Langenhagener Landtagsabgeordnete Marco Brunotte die Grundschule Godshorn. Hier empfing sie Schulleiterin Andrea Kunkel zum Gespräch. Sie diskutierten über kommunal- und landespolitische Erwartungen an die Bildungslandschaft und notwendige Veränderungen. „Die Umwandlung auf ein ganztägiges Bildungsangebot wird an vielen Schulen und in den politischen Gremien in Langenhagen bereits diskutiert oder befindet sich in der Umsetzung. Wir freuen uns daher, dass wir uns mit der Grundschule Godshorn über Wünsche und Möglichkeiten austauschen konnten“, so Marco Brunotte. Andrea Kunkel berichtete von verschiedenen Schwierigkeiten, die sich momentan bei der Umwandlung zu einer Ganztagsschule ergeben würden. Problematisch ist zum einen das Fehlen von Lehrkräften für den ganztägigen Betrieb der Grundschule. Außerdem benötigt die Schule eine bessere Ausstattung, da es schon jetzt an Arbeitsplätzen zur Unterrichtsvorbereitung fehlt und bei einem erweiterten Angebot zusätzlich neue Ruhe- und Sozialräume sowie eine Mensa zur Verpflegung der Schüler entstehen müssten.
„Wir müssen zusätzlich auch männliche Lehrer an unserer Schule haben, wenn wir zur Ganztagsschule werden wollen. Die Kinder brauchen einen festen Ansprechpartner, wenn sie im Grundschulalter sind und Jungen brauchen auch männliche Ansprechpartner“, so Kunkel, die momentan einem rein weiblichen Kollegium vorsteht.
Ein Beschluss zur Erweiterung der Grundschule zu einer Ganztagsschule liegt bisher nicht vor und die Gespräche bestätigten, dass wahrscheinlich nicht vor 2015 an eine Umwandlung zu denken ist. „Es ist klar, dass die Umwandlung der Langenhagener Grundschulen in Ganztagsschulen ein zentraler Punkt der zukünftigen Politik sein muss, für den wir uns einsetzen werden“, so Marco Brunotte und Willi Minne.
Die Gespräche behandelten auch die Veränderungen, welche die Grundschule auf dem Weg zu einer inklusiven Schule durchläuft. Zum nächsten Schuljahr hin werden weitere Schritte der Umsetzung dieses Zieles sichtbar. „Inklusion bedeutet zunächst, dass zum nächsten Schuljahr der Primarbereich der Förderschule Lernen – und dort auch nur der zukünftige Jahrgang 1 an den Grundschulen beschult wird,“ berichtete Andrea Kunkel, die bei Minne und Brunotte dafür warb, dass man den Schulen Zeit für die erfolgreiche Umsetzung lässt. „Der bildungspolitische Austausch mit Praktikern vor Ort ist für uns wichtig, damit wir die richtigen politischen Entscheidungen in den jeweiligen Gremien treffen können und uns im direkten Gespräch über aktuelle Entwicklungen informieren können,“ sagte Marco Brunotte nach dem Besuch.