„Bitte nicht stören!“

Da läuft er mit den langen Ohren. Der Hase sollte nicht häufig fliehen müssen. (Foto: G. Gosewisch)

Hasen in der Feldmark sollen bleiben

Engelbostel (gg). Nicht nass, nicht lange kalt. Dieser Witterungsverlauf im Frühjahr und Sommer hat maßgeblich zu einem erfreulichen Hasenbestand geführt, der in diesen Tagen auf vielen Wiesen in der Feldmark zu beobachten ist. „Das kann ganz schnell vorbei sein, wenn die Witterung sich drastisch ändert und wenn zu viel gestört wird“, erklärt Hegeringleiter Mike Scheer und hofft auf die Vernunft der Passanten. „Spaziergänger, Jogger, Gassi-Geher mit Hunden, Radler oder Reiter – in Wald und Flur ist viel los. Jeder sollte Rücksicht nehmen, nicht nur an sich selber denken und vor allem auf den Wegen bleiben“, sagt er. Er wünscht sich auch mehr Verständnis und Einsicht für die Hege. „Blühstreifen sind ein gefundenes Fressen für die Hasen und bieten zudem mit struppigem Bewuchs Schutz durch Deckung. Darum kümmern sich neben den Landwirten auch die Jäger, die zudem Prädatoren-Besatz (Waschbär, Marderhund, Fuchs, Raben-Krähen) im Blick haben und wenn nötig per Falle oder Abschuss reduzieren. Auch der eine oder andere Hase wird vielleicht im Herbst geschossen, aber immer in solchen Maßen, dass genug bleiben“, erklärt er. Als positiv beschreibt er die spontanen Gespräche, die er vor Ort mit Passanten hat. Mit Aufklärung komme er immer gut weiter, zudem führe ein freundlicher Ton auch zu einem freundlichen Gespräch. Sorge bereitet ihm eher facebook, wo „Ignoranten ihre Pöbeleien ausleben“.