„Bleiben Sie misstrauisch“

Ratschläge zur Sicherheit bei DRK-Treffen

Krähenwinkel (gg). „Man kann nicht so krumm denken, wie Betrüger es tun“, sagt Christoph Rönisch mit verständnisvoller Stimme. Sein Vortrag beim DRK-Treffen zum Thema „Sicherheit für Senioren“ kam sehr gut an, er traf den richtigen Ton. Es gab keine Aufzählung von Verboten, sondern eine Schilderung von Fallbeispielen. „Wenn ich jetzt aufzähle, was alles passieren kann, soll das nicht dazu führen, dass hier jemand Angst bekommt“, sagte er. Nicht mit ängstlicher, aber recht sorgenvoller Miene hörten die DRK-Mitglieder aufmerksam zu, stellten viele Zwischenfragen, sodass sich ein Gesprächsaustausch ergab. Schon drei Einbrüche hatte eine Zuhörerin in den vergangenen Jahren erlebt. „Aber auch bei kleinen Merkwürdigkeiten des Alltags gilt, Rufnummer 110 wählen“, riet Christoph Röhnisch, der eine Ausbildung für Seniorensicherheit absolviert hat. Professionelle Hilfe der Polizei in Anspruch zu nehmen sei wichtig und richtig. Und falls sich doch ein falscher Verdacht herausstelle, sei das nicht schlimm. Im Gegenteil. Wichtig sei, die Dinge aufzuklären, statt nur zu vermuten oder sich tagelange Gedanken zu machen. Auf Anfrage von Fremden nie Ja zu sagen, sondern die Tür zu schließen oder das Telefon aufzulegen sei keine Unhöflichkeit, sondern richtiger und wichtiger Selbstschutz. Christoph Rönisch riet: „Bleiben Sie misstrauisch!“