Blick über den Tellerrand

Helfer der Johanniter Unfallhilfe ziehen den Verletzten ins Boot. (Foto: T. Felker)

DLRG und Johanniter üben Wasserrettung gemeinsam

DLRG Langenhagen. Am Mittwochabend trafen sich die Helfer der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Langenhagen gemeinsam am Silbersee um die Versorgung von Verletzten nach Ertrinkungsunfällen zu üben. Dabei konnten die Helfer der beiden Organisationen jeweils auch einen Blick über den Tellerrand tätigen.
Zuerst wurde eine Person mit einem speziellen Rettungsbrett aus dem Wasser gerettet und in das Boot der DLRG gebracht. Als besondere Herausforderung stellte sich für die Helfer der JUH, die mit Einsatzkleidung ins Wasser springen mussten, um den Mann zu retten, die Reanimation auf dem wackeligen Boot dar. Im Gegenzug durften die Helfer der DLRG die Johanniter bei der Fortsetzung der Wiederbelebung im Rettungswagen unterstützen. Neben Herzdruckmassage und Beatmung wurde hier auch die Intubation, also die Sicherung der Atemwege mithilfe eines Plastikschlauches in der Luftröhre, und der Einsatz eines AED (automatischen externen Defibrilators) trainiert.
Nach der Übung durften die Kräfte der JUH noch ein paar Runden mit dem Rettungsboot der DLRG über den Silbersee fahren, um das Verhalten auf einem Boot zu üben, bevor bei einem gemeinsamen Grillen Erfahrungen ausgetauscht wurden. Johanniter und DLRG aus Langenhagen arbeiten schon seit einigen Jahren eng zusammen. So waren sie schon gemeinsam auf Sanitätsdiensten oder bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise im Einsatz.
Das gemeinsame Üben ist wichtig um die Zusammenarbeit zu stärken und die Scheu vor der jeweils anderen Organisation zu verlieren. "Solche Lagen können uns jederzeit auf Sanitätsdiensten treffen, dann müssen wir wissen was zu tun ist", betonte Übungsleiter Axel Remus bei der gemeinsamen Abschlussbesprechung.