Blitzentschluss im Bildungsausschuss

Werner Knabe fordert „Bilden statt Baden“

Langenhagen (gg). Einen einstimmigen Beschluss gab es in der jüngsten Sitzung des Bildungs- und Kulturausschusses zu einem Antrag der CDU-Fraktion. Der zielt auf eine Umwandlung des Gymnasiums zur offenen Ganztagsschule, was mit der Schulleitung bereits abgestimmt ist. Die Verwaltung ist damit beauftragt, bis zum Ende des Jahres 2012 im Austausch mit der Schulleitung und dem Schulvorstand die Erfordernisse zu ermitteln und Vorschläge für die Erfüllung zu machen. „Von diesem politischen Tempo sind wir überrascht“, so der Kommentar von Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch, die Verwaltung werde sich bemühen. Aktiv ist die Schulleitung. Schon mit Beginn des nächsten Schuljahres 2013 solle das Konzept Ganztagsschule realisiert werden. Schulleiterin Irene Kretschmer habe dazu einen Arbeitskreis gebildet, der bereits in mehreren Sitzungen eine Lösung erarbeitet habe, und das abschließende pädagogische Konzept mit den Erfordernissen wie der Nutzung der neuen Mensa werde am 20. Oktober vorgelegt, so die Information in der Ausschuss-Sitzung. Alle Fraktionen äußerten sich zustimmend, die Nachmittagsbetreuung erfülle die Nachfrage in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Klar ist, dass das Ganztagsangebot für Langenhagen teuer wird. Zusätzlich zu den Landesmitteln wird eine erhebliche finanzielle Unterstützung für das Gymnasium im Haushalt der Stadt einzuplanen sein. Bei der Umwandlung je Grundschule wird nach den Erfahrungen aus Engelbostel schon mit 100.000 Euro gerechnet. „Das Einvernehmen unter den Fraktionen sollten wir nutzen, um weiterhin Druck auf die Landesregierung für mehr Landesmittel auszuüben“, erklärte Ratsherr Mike Scheer zur bereits beschlossenen entsprechenden Resolution an die Landesregierung.
BBL-Ratsmitglied Werner Knabe betonte die Prioritäten im Haushalt mit Blick auf die Kosten des geplanten Schwimmbadneubaus und forderte: „Lieber Bilden statt Baden!“