Boden wird deutlich teurer

Die Grafik zeigt das allgemeine Preisniveau in den Städten/(Samt-)Gemeinden Niedersachsens. Dargestellt werden Preisklassen der Bodenrichtwerte für erschließungsbeitragsfreie Wohnbauflächen des individuellen Wohnungsbaus mittlerer Lage - Anzeige des vom örtlichen Gutachterausschuss ermittelten durchschnittlichen Bodenrichtwertes (Euro je Quadratmeter).

Gutachter ermitteln statistische Werte

Langenhagen (gg). Zum Stichtag 1. Januar 2016 wurden die Bodenrichtwerte für das Langenhagener Stadtgebiet durch den Gutachterausschuss des Katasteramtes neu festgestellt, meldet die Stadtverwaltung nun in einer Drucksache, die seit 12. Juli in Kombination mit einer Übersichtskarte auf den städtischen Internetseiten zu finden ist und nach der sommerlichen Sitzungspause im August von den Ortsräten zur Kenntnis genommen werden soll. Praxisnahe schnelle Auskunft gab Michael Nagel, städtische Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, im Gespräch mit dem ECHO. Der Bodenrichtwert ist ein statistischer Wert und bezeichnet den durchschnittlichen Lagewert (Preis) des Bodens je Quadratmeter. Zu unterscheiden ist der Verkehrswert, der sich marktwirtschaftlich aus der Nachfrage ergibt. Verkehrswerte sind jedoch die Basis der Gutachterauswertung zur Ermittlung des Bodenrichtwertes. Rein rechnerisch ist klar: Wenn es nur wenige Grundstücksverkäufe gibt, zudem mit abweichenden Verkehrswerten, wird der Bodenrichtwert stark beeinflusst.
Für Langenhagen gilt laut Drucksache: Im Vergleich zu den Bodenrichtwerten aus dem Vorjahr wurden Steigerungen der Richtwerte um bis zu 35 Euro je Quadratmeter ermittelt. Bedingt durch das niedrige Zinsniveau ist die Nachfrage nach Baugrundstücken und Bestandsimmobilien nach wie vor groß. So ist beispielsweise im Bereich der Silberseesiedlung der Bodenrichtwert von bisher 175 auf 210 Euro je Quadratmeter gestiegen.
Die Bodenrichtwerte in den Gewerbegebieten Hans-Böckler-Straße, Langenforth, Wiesenau sowie Kaltenweide/Industriestraße gingen um zwei bis fünf Euro je Quadratmeter hoch; in den Gewerbegebieten Rehkamp, Godshorn sowie Airport Business Park sind sie gleich geblieben. Einen Wertanstieg gibt es bei Ackerflächen um 25 Cent auf 2,75 Euro je Quadratmeter, bei Grünland um 15 Cent auf 2,65 Euro je Quadratmeter.