Bogenschützen-Elite zu Gast

Konzentration auf höchstem Niveau.Foto: E. A. Nebig

NJK richtetete zweites Bundes-Ranglisten-Turnier der deutschen Bogenschützen aus

Schulenburg (ne). Ein Dutzend Häuser, ein Briefkasten, der Tower des Flughafens sowie das Vereinsheim und Sportgelände des Niedersächsischen Jagdklubs (NJK) auf dem einstigen Areal des Erdgasspeichergeländes der Ruhrgas, das ist Schulenburg-Nord. Diese Idylle wird aber wohl bald der Vergangenheit angehören, denn der expandierende Flughafen benötigt das Gebiet. Doch bevor es soweit ist, glänzte jetzt der winzige Stadtteil wieder mit einer großen Bundes-Sportveranstaltung und machte Langenhagen erneut in ganz Deutschland bekannt. Der Niedersächsische Jagd Klub richtete nämlich am vorletzten Juli-Wochenende das 2. Bogen-Ranglisten-Turnier des Deutschen Schützenbundes (DSB) aus. Mit der Resonanz zeigten sich das DSB-Präsidium, sehr zufrieden. Ebenso der leitende DSB-Kampfrichter Wolfgang Böcker aus Kassel und der Bundestrainer der Bogenschützen sowie ihres Nationalkaders, Martin Frederik aus Berlin. Sie lobten den NJK-Präsidenten Klaus-D. Freimann und seine Stellvertreterin Sabine Szymanski als Cheforganisatorin für die gelungene Ausrichtung und die gute Betreuung. Ebenso verhielt es sich mit den Ergebnissen der Wettkämpfe - leider glänzte Niemand aus der Region - mit einem der ältesten Sportgeräte der Welt, das aber kaum noch dem alten Bogen gleicht. Die heutigen Bögen sind Sportgeräte, die als physikalisch ausgeklügelte technische Meisterwerke um die 1000 Euro ohne Zubehör kosten. Die Herausforderung in der Olympischen Disziplin Bogenschießen ist die große Schwierigkeit und gleichzeitige Herausforderung, dass es im Gegensatz zu Sport-Feuerwaf-
fen, beim Zielvorgang keine zwei Visierpunkte (Kimme und Korn) gibt. Daher ist der Erfolg, einen Treffer zu erzielen von absoluter Konzentration, Körperbeherrschung, gleichbleibenden Bewegungen, Kraft und Ausdauer abhängig. Geschossen wird in Hallen auf 18 Meter und im Freien auf die Distanzen von 90, 70, 60, 50 und 30 Metern. Zu den Wettkämpfen beim Bundesturnier traten über 128 Bogenschützen und -Schützinnen der Leistungsbesten aus den Landesverbänden in der gesamten Bundesrepublik, inklusive der Mitglieder der Nationalmannschaft gegeneinander an. Dabei hatte jeder der Teilnehmer in der Qualifikationsrunde zweimal 36 Pfeile auf eine Entfernung von 70 Metern zu schießen. Die besten acht Sportler/innen der jeweiligen Leistungsklassen wurden nach den Qualifikationsrunden in die „Matchrunden“ eingeteilt. In diesen hatte dann jeder gegen jeden in den jeweiligen Klassen anzutreten. Die Besten dieser Runden traten dann im Finale gegeneinander an. Der gastgebende NJK verfügt über eine große Bogenabteilung, die zur Zeit 70 Mitglieder umfasst, Tendenz steigend. Viele von ihnen unterstützten die NJK-Vizepräsidentin Sabine Szymanski und den Präsidenten bei der Ausrichtung des Turniers. Zu den Wettkämpfen selbst stellte der NJK keine Bogenschützen.