Bomben und Luftmine an der A2 geräumt

Verständnisprobleme mit Bewohnern fremder Herkunft, hier eine Somalierin mit ihrem Kind, konnten schnell gelöst werden. (Foto: G. Gosewisch)

1.588 Bewohner mussten aus Langenforth raus

angenhagen (gg). Für die Räumung der Blindgänger entlang der A2 musste am Sonntag nicht nur ein Teil von Hannover-Bothfeld und -Sahlkamp evakuiert werden, sondern auch Langenforth. Südlich der Hindenburgstraße bis zum Silbersee zog sich der Evakuierungsbereich. Bis 9 Uhr sollten die 1.588 Bewohner den Bereich verlassen. Ab diesem Zeitpunkt war eine Zufahrt nicht mehr möglich. Die Polizei lenkte den Verkehr, stand Hilfe Suchenden mit Rat und Tat zur Seite. Unterstützung leistete die Ortsfeuerwehr mit 30 Einsatzkräften. Sie gingen, wie die Beamten der hinzugezogenen Bereitschaftspolizei, von Tür zu Tür, klingelten und prüften, ob jemand zurückgeblieben war. „Die meisten führen mit ihren Autos weg, nur ganz wenige waren zu Fuß unterwegs und nutzten die Sonderbusse“, so die Schilderung vor Ort. Hier und da gab es Verständnisprobleme, wenn die Bewohner wenig Deutsch-Kenntnisse hatten. Alles kein Problem für die Einsatzkräfte, alle kleinen Konfliktsituationen konnten schnell geklärt werden. Die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr konnten sich darauf verlassen, dass bei Bedarf umgehend die Polizei zur Unterstützung zur Stelle war. Bereits um 10.20 Uhr galt der Langenhagener Evakuierungsbereich als geräumt.
Der Kampfmitteldienst wurde zunächst auf dem A2-Parkplatz Vahrenheide tätig. Eine bereits zerschellte britische Zehn-Zentner-Bombe wurde geräumt. Eine daneben liegende britischen Luftmine wurde mit einer kontrollierten Sprengung um 14:25 Uhr unschädlich gemacht. Ein Bündel von Stabbrandbomben nahmen die Spezialisten auf. Sie wurde abtransportiert. An einem weiteren Fundort an der A2 wurde in fünf Meter Tiefe eine Fliegerbombe, eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe, um 16.35 Uhr entschärft.
Um 16:45 Uhr erfolgte die Aufhebung der Absperrungen im Sicherheitsbereich. Fast acht Stunden nach Beginn der Evakuierung konnten damit alle Bewohner zurückkehren. Nach Kontrollfahrten durch Polizeieinsatzkräfte erfolgte kurze Zeit später auch die Freigabe der Autobahn.