„Borgentrick-Stein“ jetzt in der Erde

Beifall der Besucher nach der Zeremonie vor den eingesetzten Steinen: In der Bildmitte Ernst Müller, links neben ihm Heinz-Siegfried Strelow. (Foto: K. Raap)

Auszeichnung Ernst Müllers am Döhrener Turm jetzt abgeschlossen

Langenhagen/Hannover (kr).Das war Ende des Jahres 2016 eine spektakuläre Ehrung für Musikdirektor Ernst Müller gewesen. Als ersten Nicht-Hannoveraner zeichneten ihn damals der Heimatbund Niedersachsen und die Landeshauptstadt mit dem „Cord-Borgentrick-Stein“ aus. Diese Auszeichnung gilt einmal im Jahr einer Persönlichkeit, die sich mit besonderem ehrenamtlichem Engagement auf den Gebieten der Heimatpflege, der Kultur und des Denkmalschutzes hervorgetan hat. Der Name des Preises bezieht sich auf den Ölschläger Cord Borgentrick, der am 24. November 1490 durch Mut, Wachsamkeit und Zivilcourage seine Heimatstadt Hannover vor der Eroberung durch braunschweigische Truppen rettete. Bei dem Festakt im vergangenen Jahr im hannoverschen Rathaus übernahm ein prominentes Trio die Ehrung Ernst Müllers: Heimatbundpräsident Heinz-Siegfried Strelow, Hannovers Bürgermeister Klaus Dieter Scholz und Heinrich Prinz von Hannover. Jetzt kam es zur „Umsetzung“ der Auszeichnung: Der Stein wurde wie diejenigen der acht Vorgänger an einem idyllischen Platz direkt neben dem Döhrener Turm eingesetzt. Das übernahm Ernst Müller mit drei symbolischen Hammerschlägen, bevor der Stein ein stabiles Fundament erhielt.
Heinz Strelow fasste noch einmal die Leistungen des Langenhagener zusammen: „Ernst Müller hat mit seinem Blasorchester als musikalischer Botschafter des Landes Niedersachsen jahrzehntelang deutsches Liedgut und deutsche Kultur in alle Kontinente der Welt hinaus getragen. In diesem Sinne agierte er auch als Chef des Hausorchesters des Prinzen von Hannover.“ Vor und nach der Zeremonie hatten einige Ehrengäste mit dem Besteigen des im 14. Jahrhundert aus 17000 Mauersteinen erbauten Döhrener Turms einen wahren Härtetest zu bestehen. Denn die steilen und schmalen Stufen verlangten ihnen einiges ab. Doch die Besucher wurden durch das urgemütliche „Innenleben“ des Bauwerks hinreichend entschädigt. Der Heimatbund Niedersachsen wurde übrigens am 9. Mai 1901 gegründet. Seine Geschäftsstelle liegt in Langenhagen an der Walsroder Straße 98.