Brasilienreise fest im Visier

Drei wichtige Planer der Brasilienreise (von links): Marco Brunotte, Ernst Müller und Detlef Leonenko. Foto: K.Raap

Marco Brunotte fördert als Schirmherr Ernst Müllers Projekt

Langenhagen (kr). Knapp 40 Jahre nach der ersten Reise nach Brasilien, 20 Jahre nach der letzten Orchester-Tournee in dieses Land und fünf Jahre nach einer privaten Einladung als Gastdirigent will Ernst Müller in diesem Jahr zum zehnten Mal in den größten und bevölkerungsreichsten Staat Südamerikas reisen. Speziell für dieses Projekt hat Ernst Müller mit den Langenhagener Symphonikern vor knapp einem Jahr eine neue Formation auf die Beine gestellt. Diese Gruppierung hat längst die Feuertaufe mit Bravour bestanden, nicht zuletzt durch die beiden tollen Großkonzerte im CCL für die Paracelsus-Klinik und die Schützen-Gemeinschaft Langenhagen. Stattfinden soll die Reise im Oktober in der für Mitteleuropäer angenehmsten Jahreszeit. Auftritte sind fest eingeplant in Sao Paulo, Curitiba, Rio de Janeiro und vor allem in Joinville. Denn in den Jahren 1974, 1976 und 1978 hatte Ernst Müller, damals mit dem Blasorchester der Stadt Langenhagen, die freundschaftlichen Kontakte geknüpft, die 1979 zu der Partnerschaft der beiden Städte Langenhagen und Joinville geführt hatten. Ein alter Freund des Orchesters, der damalige Bürgermeister von Joinville und jetzige Gouverneur des Bundesstaates Santa Catarina, in dem Joinville mit 500.000 Einwohner die größte Stadt ist, hat Ernst Müller jetzt in einem persönlichen Brief mitgeteilt, "dass es für mich eine ganz besondere Freude ist, sie noch einmal in Joinville zu empfangen, zumal 2013 zum Jahr Deutschlands in Brasilien gemacht wurde". Ein weiterer Glücksfall für den Langenhagener Musikdirektor: Sein alter Freund, der in Joinville ansässige Honorarkonsul der Bundesrepublik, der Unternehmer Udo Döhler, wurde Ende 2012 zum neuen Bürgermeister Joinvilles gewählt. Döhler hatte Müller während der zentralen Veranstaltung der 700-Jahres-Feier Langenhagens Mitte vergangenen Jahres zu einer erneuten Tournee nach Brasilien eingeladen. Und inzwischen hat er die Spielstätten und Unterkünfte in Joinville weitgehend abgeklärt.
Doch für die Vorbereitung der gesamten Konzertreise kommen auf Ernst Müller und Detlef Leonenko, dem Vorsitzenden der Langenhagener Symphoniker, noch viele Wochen akribischer Planungsarbeit zu. Umso mehr freut sich das Team, dass der Langenhagener Landtagsabgeordnete Marco Brunotte bereits vor acht Monaten als Schirmherr des Projektes gewonnen werden konnte. "Ich verstehe mich praktisch als Scharnier zwischen dem Orchester und meinen Möglichkeiten", so betonte Brunotte, "entsprechende Kontakte zu Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen zu nutzen, die die Reise unterstützen und fördern könnten." Daraus könnten zum Beispiel auch neue Auftrittsmöglichkeiten für das Orchester im Vorfeld der Reise resultieren. Er verstehe sich hier als Lobbyist im besten Sinne des Wortes für ein hochinteressantes Projekt. Ein besonderer Reiz für ihn sei auch, die Freundschaft mit Joinville weiter zu beleben. Besonders gespannt sei er auf die Begegnungen mit brasilianischen Landes- und Kommunalpolitikern. "Wenn ich es irgendwie zeitlich einrichten kann", so Brunotte, "werde ich die Reise auf jeden Fall mitmachen, zumal ich noch nie in Brasilien war."