Breitband-Anschluss für 2.700 Haushalte

Telekom beginnt im Norden bald mit den Arbeiten

Langenhagen. Kaltenweide, Krähenwinkel, Siedlung Twenge und Hainhaus erhalten VDSL-Vectoring. Durch die neue Technik seien höhere Geschwindigkeiten möglich, wie Vertreter der Deutschen Telekom bei einem Vorabgespräch im Rathaus Langenhagen berichteten.
„In unser vernetzten Zeit ist die Art des Internetzugangs ein wichtiger Standortfaktor“, erläutert Bürgermeister Heuer das Interesse der Stadt an einer guten Breitband-Versorgung innerhalb Langenhagens. „Dass in naher Zukunft in den vier Gebieten VDSL-Vectoring erhältlich ist, ist daher auch für die Stadt eine wichtige Nachricht.“
„Wir treiben die Ausbauarbeiten zügig voran“, kündigte Nicole Schweitzer, Accountmanagerin Infrastrukturvertrieb in der Region Nord bei der Deutschen Telekom, an. Voraussichtlich 3,3 Kilometer Tiefbauarbeiten sind erforderlich, damit etwa 5,5 Kilometer Glasfaser verlegt werden können. Sie führen dann zu 13 neuen Mulitfunktionsgehäusen, die beim VDSL-Vectoring eine entscheidende Funktion haben: Denn bei der neuen Vectoring-Technik werden die elektromagnetischen Störungen beseitigt, die auf der Kupferleitung auftreten. Das Kupfer führt vom Multifunktionsgehäuse, dem großen grauen Kasten am Straßenrand, in die Wohnung des Kunden. Vectoring ist wie ein Datenbooster fürs Kupferkabel: Beim Herunterladen verdoppelt sich die Geschwindigkeit von 50 auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen vervierfacht sich die Geschwindigkeit sogar von 10 auf bis zu 40 MBit/s. Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos über das Netz. Von den Vermittlungsstellen bis zu den Verteilerkästen in den Straßen werden Glasfaserkabel verlegt. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind,
Insgesamt 2.702 Haushalte plant die Deutsche Telekom mit Hilfe des Breitband-Ausbaus im nördlichen Langenhagen zu erreichen.
Vorerst – denn noch gilt es zu prüfen, ob und in welcher Weise weitere noch eventuell unterversorgte Bereiche an das neue Breitband-Netz angeschlossen werden können. Da sich an dem Vorhaben die Stadt finanziell beteiligen müsste, nahm Bürgermeister Heuer das Angebot an, dass die Kosten für diese Erweiterung vorab ermittelt werden.
Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich in den nächsten Wochen.