Brinker Park statt Kolberger Straße

Stadt verzichtet auf Kita-Container

Langenhagen (ok). Der zukünftige Bedarf an Kita-Plätzen – für CDU-Fraktionschef Mirko Heuer nicht nur ein quantitativer, sondern vor allen Dingen auch ein qualitativer Anspruch, der erfüllt werden müsse. Dazu zählt für den Christdemokraten nicht nur die Pädagogik, sondern auch die räumliche und materielle Ausstattung. Und nicht zuletzt ein „wohnortnahes Angebot“, das auch den weiteren „Werdegang“ der Kinder berücksichtigt – sprich die Möglichkeit eröffnet, dass sie gemeinsam eingeschult werden. Die Diskussion, eine weitere Gruppe in der Kita „Brinker Park“ einzurichten anstatt auf einen Container auf dem Gelände der Waldhausgruppe der Kita Kolberger Straße einzurichten führt für ihn daher in die falsche Richtung. Heuer: „Die Kita Kolberger Straße deckt den Einzugsbereich der Friedrich-Ebert-Schule ab, die Kita Brinker Park eher die Brinker Grundschule oder die Adolf-Reichwein-Grundschule.“ Insofern rechne sich das Angebot „Kita Brinker Park“ vielleicht wirtschaftlich, sei aber keineswegs mit dem Anspruch einer „familienfreundlichen Stadt“ vereinbar. Denn gerade im Einzugsgebiet der Kita Kolberger Straße finde gerade ein „Generationswechsel“ statt. Fachbereichsleiterin Heidi von der Ah sieht das ein klein wenig anders, für sie ist der Bedarf in der gesamten Kernstadt entscheidend und in der lägen nun einmal beide Kitas. Die Stadt erfülle mit dem Angebot einen Rechtsanspruch, kann somit zum 1. September einen Rechtsanspruch. Von 15 Plätzen seien bisland erst zwei besetzt. In der Gruppe erhalten die Mädchen und Jungen eine Betreuung bis 14 Uhr mit Mittagessen. Die Verwaltung geht allerdings davon aus, dass nach den Sommerferien noch Kinder angemeldet werden. Auf Kritik stößt bei CDU-Fraktionschef Heuer die Tatsache, dass sich die Kosten für einen Container im Vergleich zu den Schätzungen fast vervierfacht hätten – waren es ursprünglich noch etwa 24.000 Euro, so geht die Verwaltung jetzt von rund 100.000 Euro aus. Begründung der Verwaltung, die sich auf Erfahrungen mit dem Container in Kaltenweide bezogen hat: Im Gegensatz zu Kaltenweide sei ein Hitzeschutz notwendig, außerdem müsse am Standort gekocht werden.