„Brücke ist schnell geschlagen“

Basketball, Fußball oder Go-Kart fahren - auf dem Spielplatz in Krähenwinkel wurde es mit Unterstützung des Spielmobils von MAJA nicht langweilig. (Foto: C. Wurm)

MAJA zu Gast in Krähenwinkel

Krähenwinkel (cow). Der Spielplatz in Krähenwinkel am Ende der Wiesenstraße ist ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche im umliegenden Wohngebiet, der in der vergangenen Woche durch das Spielmobil von MAJA (Mobile Aufsuchende Jugendarbeit) für neue Unterhaltung und Aufmerksamkeit sorgte. Soziologe Alexander Pischel, der seit rund zwei Wochen ohne seine ehemalige MAJA-Kollegin Daniela Boese auskommen muss, öffnete fünf Tage lang die Türen des bunt bemalten Bauwagens und bot, neben den beliebten Go-Karts, einen Haufen an Spielen sowie die neuesten Jugendmagazine, an.
„In der Woche sind jeden Tag oft die gleichen Kinder gekommen. Daran merkt man, dass sie gerne herkommen und es ihnen Spaß macht“, erzählt Pischel. Das Wetter spiele eine große Rolle, denn wenn das Wetter sehr gut ist, gehen die meisten ins Freibad oder an den Badesee und bei Regenwetter ist kaum etwas los, fasst der 37-jährige zusammen.
Pischel, der an mehreren Langenhagener Standorten, die er als mobil aufsuchender Jugendarbeiter besucht, häufig auf dieselben bekannten Gesichter trifft, musste sich in Krähenwinkel auf eine neue Zielgruppe einstellen. „Hier sind alles neue Kinder, die vorher noch keine Berührungspunkte mit MAJA hatten. Es braucht einen kleinen Anlauf, um miteinander warm zu werden, aber in der Regel ist auch durch die gewollte Niedrigschwelligkeit das Eis sehr schnell gebrochen und man schafft es, eine Brücke zu schlagen“, berichtet Pischel über seine Erfahrungen.
Positiv waren die Rückmeldungen einiger Eltern, die Pischel gegenüber in Gesprächen äußerten, sie seien sehr dankbar, dass überhaupt etwas in ihrer Nähe angeboten werde. In Krähenwinkel gibt es bisher keinen Jugendtreff oder zur Verfügung gestellte Räume, in denen sich Schüler nach Schulschluss zusammenfinden können oder sogar betreutes Freizeitprogramm angeboten wird.
Unterstützung bekam Pischel zum einen von Jörg, der seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig ist und zum anderen von Studentin Jennifer. Die 23-Jährige studiert Soziale Arbeit in Suderburg und absolviert bis Mitte Oktober eine Projektarbeit beim Verein für Sozialarbeit im Jugendzentrum am Langenforther Platz. An ihren freien Nachmittagen bildet sie zusammen mit Pischel das MAJA-Team und besucht die letzten Standorte der Sommerferien-Tour. Pischel ist zuversichtlich, dass insbesondere am nächsten Standort im Söseweg eine Menge bekannter Gesichter sein werden, die mit MAJA vertraut sind, um gemeinsam viel Spaß in der letzten Ferienwoche zu haben. Noch bis Freitag, 5. September, 19 Uhr öffnet der Bauwagen auf dem Spielplatz im Söseweg, hinter der Shell-Tankstelle, und lädt zum Verweilen und Ausprobieren neuer Spielgeräte ein.