Brücken von Zahn zu Zahn

Seit 50 Jahren kegeln die "Baulöwen" regelmäßig.Foto: E. A. Nebig

Seit 50 Jahren kegeln die Baulöwen

Krähenwinkel (ne). Zum 50-jährigen Bestehen des Herren-Kegelklub die „Baulöwen“ trafen sich jetzt einige bekannte Bürger aus Langenhagen mit ihren Damen im Krähenwinkler Jägerhof. Das hatte seinen besonderen Grund, denn damals gab es in der heutigen Kernstadt keine einzige Kegelbahn. Damit konnte aber der Jägerhof, der damals noch kein so bekanntes Hotel wie heute war, dienen, und folglich wurde dort die Kegelgemeinschaft gegründet. Allerdings war die Bahn noch nicht automatisiert, und die Kegler mussten sogenannte Kegeljungen zum Aufstellen der Kegel engagieren. Die Gründung des Klubs erfolgte am 8. Februar 1960 durch Männer aus der Baubranche. Es waren die Brüder Wilhelm und Walter Holtmann, Christian Döpke und Kurt Appel; wenige Tage später stießen Oskar Kaminski, Karl-Heinz Langhorst, Heinz-Heinrich Marten und Erich Lange sowie viele weitere Mitglieder in den Folgejahren dazu. Die Gründungsrunde gab sich, in Anlehnung an den Kegler-Gruß „Gut Holz“ , zunächst den Namen „Bauholz“. Diese Bezeichnung wurde aber schon am 14. November in „Baulöwen“ umgewandelt. Das war ein Begriff, unter dem man damals erfolgreiche Männer aus der Baubranche - Architekten, Ingenieure und Handwerker - verstand. Und so war auch die Berufszusammensetzung der damaligen Mitglieder der illustren Kegelrunde, von deren einige bereits verstorben sind. Der Klub verlegte sein Wirkungsfeld eines Tages nach Godshorn, nachdem Willi Frick eine moderne Doppelkegelbahn eröffnet hatte. 1967 wechselte man erneut die Bahn, denn die Gebrüder Holtmann eröffneten ihren Eichenkrug mit einer noch moderneren Kegelbahn. Auf dieser pflegen die Baulöwen noch heute ihren Sport, wenn auch nicht mehr so intensiv wie in jüngeren Jahren. Doch nicht nur der Sport, sondern auch die Geselligkeit wurde gepflegt. Es gab zum Beispiel Kegelreisen in die österreichischen Alpen und die kanadischen Rocky Mountains. Im Verlauf der Jahre wurden auch Mitglieder aufgenommen, die nicht in der Baubranche tätig waren wie zum Beispiel der Kaufmann Helmut Schütz oder der Zahnarzt Hans-Joachim Mann. „Aber der baute ja schließlich auch Brücken, von Zahn zu Zahn“, meinte Walter Holtmann scherzhaft zum Beruf dieses Kegelbruders.