Brunotte und Fredermann erklären

Meinungen zum Bildungschancen-Gesetz

Langenhagen. "Das neue Bildungschancen-Gesetz verhilft allen Schülerinnen und Schülern zu besseren Abschlüssen. Es sorgt für bessere Bildung, mehr Bildungsgerechtigkeit und bessere Chancen für alle Schüler in Niedersachsen", meint Marco Brunotte, SPD-Landtagsabgeordneter und Ratsherr. Mit dem Hashtag "#dukannstalles" finden interessierte Eltern, Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer alle wichtigen Informationen zum neuen Bildungs-Chancengesetz unter www.spd-fraktion-niedersachsen.de.
„Zum Wohle der Schülerinnen und Schüler eröffnet das neue Bildungs-Chancengesetz den Städten und Kommunen die Möglichkeit, die Bildungslandschaft zukunftsfähig aufzustellen und zu entwickeln“, sagt Marco Brunotte. Das neue, moderne Abitur nach 13 Jahren für die Gymnasien in Niedersachsen, bessere Ganztagsschulen, die Gleichberechtigung der Gesamtschulen mit den anderen Schulformen im Land und die Abschaffung der Schullaufbahnempfehlung für Grundschüler sind die Kernpunkte der Schulgesetzreform.
Das Gesetz sei in der Beratung von einem Dialogprozess begleitet worden. Marco Brunotte erklärt: „Ob Landesschülerrat, GEW und Landeselternrat, Verband Sonderpädagogik – die Zustimmung ist groß. Das ist eine grundlegende Legitimation für die wichtigen und richtigen Reformen im Bildungs- und Zukunftsland Niedersachsen.“ Für diese Verbesserungen investieren Rot-Grüne Landesregierung und Regierungskoalition in der Legislaturperiode 2013 bis 2018 mehr als eine Milliarde Euro zusätzlich für Bildung. Der Etat für Bildung ist mit 5,3 Milliarden Euro allein für 2015 der größte Haushalt aller Ministerien.
Der CDU-Landtagsabgeordnete im hiesigen Wahlkreis Rainer Fredermann kritisiert die Schulgesetznovelle: „Damit wird in Niedersachsen der Weg zur Einheitsschule geebnet.“ Realisiert werde die Abschaffung von Förderschulen sowie die Einrichtung von Gesamtschulen als Schulform, die Gymnasien, Oberschulen, Haupt- und Realschulen ersetzen kann. Mit der Novelle werde den Förderschulen mittelfristig die Arbeitsgrundlage entzogen, während die Einführung des inklusiven Unterrichts immer noch mit erheblichen Kinderkrankheiten zu kämpfen habe. „Das Kindeswohl der Schüler mit Förderbedarf fällt hinter der Fraktionsdisziplin zurück. Das ist den Betroffenen kaum zu vermitteln“, meint Fredermann.
Mehrheitlich abgelehnt worden sei die Petition „Für schulische Vielfalt und Elternrecht auf freie Schulwahl" mit 33.000 Unterschriften. Darüber hinaus hatte die CDU-Fraktion ihren Entschließungsantrag „100 0000 Unterschriften gegen das rot-grüne Schulgesetz – Petitionen jetzt berücksichtigen“ in den Landtag eingebracht.