Buchenallee und Buchstaben

Die Kinder der Rudi-Rotbein-Gruppe umarmen die Eiche im Team. (Foto: S. Brodersen)

Rudi-Rotbein-Gruppe erforscht den Eichenpark

Langenhagen. Beim jüngsten Treffen der Rudi-Rotbein-Gruppe gingen die Kinder auf Expedition im Eichenpark. Und los ging es mit den ersten Fragen zum Wasserturm. Welche Vereine sich hier treffen war schnell geklärt, die Brutvögel waren da schon schwieriger herauszufinden. Mit ein paar Tipps kamen die Kinder aber noch auf die Dohlen, den Turmfalken und den Waldkauz. Dann wurden die Eichen untersucht. Mit der Umarmung einer Eiche wurde der Umfang gemessen, entweder waren es drei große oder vier etwas kleinere Kinder. Auch die Höhe wurde nach einer einfachen Methode abgeschätzt, wozu man nur einen armlangen Stock benötigt und Schrittlängen von etwa einem Meter. „Also kommen wir auf 31 Meter und 40 Zentimeter“, hatte Lisa schnell errechnet. An Beispielen für Tiere, die an Eichen leben, mangelte es nicht: „Eichhörnchen, Eichelhäher, Specht, Ameisen, Käfer, Raupen, Fledermäuse in den Höhlen...“, kam es sofort wie aus der Pistole geschossen.
Der Weg führte weiter an Schneeglöckchen vorbei zu den Winterlingen und auch zu Veilchen, Narzissen und Krokussen. Auch die Kunst kam nicht zu kurz, am Teich wurden beispielsweise die Fisch-Skulpturen gezählt. An der Rotbuchenallee erfuhren die Kinder am Ende der Rallye noch, woher der Begriff Buchstabe stammt: „Früher wurden die ersten Schriftzeichen auf Buchenstäben eingeritzt“, wusste Betreuerin Silke Brodersen zu erklären.
Da es langsam kälter wurde, verbrachte die Gruppe den Rest der Zeit im Wasserturm, wo Ricky Stankewitz, NABU-Vorsitzender, den Kindern noch ein altes aber gut erhaltenes Hornissennest zeigen konnte. Dieses hatte er gerade aus einem Eulenkasten entfernt, damit dort Eulen wieder einen Brutplatz finden können. Der Aufbau der Waben faszinierte die Kinder sehr und dann wurde noch fleißig gezählt. So hatte die Königin rund 2000 Nachkommen. Anschließend durften die Kinder sich noch ein paar typische Frühlingsblumen anschauen. Neben Schlüsselblume und Lungenkraut wurde auch eine besonders interessant gemusterte Blume gezeigt. „Das sieht ja aus wie Schach“, meinten die Kinder und tatsächlich, es war eine Schachbrettblume. Auch die letzten paar Minuten wurden noch genutzt, um farbenfrohe Schmetterlinge zu malen und so konnte ein Hauch von Frühling mit nach Hause genommen werden.
Das nächste Treffen der Rudi-Rotbein-Gruppe findet am 18. April auf der Naturinsel von 15 bis 17 Uhr statt. Dann begibt sich die Gruppe auf die Suche nach Boten der Aktion "Erlebter Frühling".