Bürgerinnen sorgen für Veränderung

Nadja Schlemmermeyer (links) und Janine Pawlow nutzten im Petitionsausschuss ihre Bürgerrechte. (Foto: G. Gosewisch)

Petitionen zum Bultwiesenweg-Teich finden Gehör

Langenhagen (gg). So wie es ist, soll es nicht bleiben. Der Teich am Bultwiesenweg, ein Tümpel mit Regenwasser-Rückhaltefunktion, liegt versteckt im Gebüsch, aber auch direkt an der Abkürzung zum Spiel- und Fußballplatz. Welche große Gefahr von einem solchen Gewässer für Kinder ausgehen kann, zeigte ein tragischer Unfall vor fast zwei Jahren, als der derzeit siebenjährige Alejandro auf zu dünnem Eis einbrach und ertrank. Seine Mutter Janine Pawlow möchte, dass dort kein Kind mehr zu Schaden kommen kann. Ihre Nachbarinnen Anja Sievers und Nadja Schlemmermeyer teilen ihr Anliegen. Gemeinsam reichten sie Petitionen im vergangenen Juni ein, um eine Sicherung des Teiches herbeizuführen. Diese wurden nun im Petitionsausschuss erörtert. „Ich habe nach so langer Zeit nach Einreichung nicht mehr damit gerechnet, dass überhaupt noch etwas passiert, aber nun bin ich doch froh, weil viel besprochen werden konnte. Allerdings waren einige Wortmeldungen sehr merkwürdig“, sagt Janine Pawlow im Gespräch mit dem ECHO zusammenfassend. Einige Ausschussmitglieder mussten einräumen, dass sie sich den Teich und die Gegebenheiten vor Ort nicht selber angeschaut haben. Dirk Musfeldt, Vorsitzender des Petitionsausschusses, sorgt daher in nächster Zeit für ein Nachholen. Wortbeiträge von Bernhard Döhner, zur Erziehungspflicht für Eltern, oder Marco Brunotte, zum Hinterfragen des genauen Unfallverlaufs von Alejandro, wirkten bizarr, belasteten Janine Pawlow sichtlich und waren völlig unnötig. Mögliche Veränderungsoptionen für den Teich zeigte Ursula Schneider, Leiterin des Fachdienstes Stadtgrün, auf. So müsste für ein schlichtes Zuschütten die Genehmigung der Region eingeholt werden, was wenig aussichtsreich sei. Neue Zäune oder Zaunverlängerungen müssten ständig kontrolliert werden, um Schäden festzustellen oder zu beheben. Ursula Schneider ergänzte: „Denkbar ist, dass dorniges Gebüsch Kinder vom Teich fernhält.“ Der Vorschlag fand mehrheitlich Zustimmung, wird auch von den Petitionseinreicherinnen geteilt und soll als Empfehlung im weiteren Sitzungsverlauf beschlossen werden.