Bürgermeisterbüro bleibt

Ist die Verwaltungsstelle in Krähenwinkel eine Alternative?Foto: O. Krebs

Hort in der Verwaltungsstelle wird geprüft

Krähenwinkel (ok). Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 29 Anmeldungen für einen Hortplatz, einer wird frei. Alternativen müssen also her, und die sieht die Politik in der Verwaltungsstelle. Voraussetzung: Das Büro für den Ortsbürgermeister müsse bleiben, der könne seine Geschäfte schließlich nicht vom heimischen Schreibtisch aus erledigen. Nach einer groben Schätzung der Verwaltung könnte es hinhauen, wenn zwei der drei Räume umgebaut würden. Dann stünden etwa 40 Quadratmeter für rund 20 Kinder zur Verfügung. Verwaltungsmitarbeiter Helmut Büch wird sich jetzt näher mit der Idee beschäftigen, ins Detail gehen. Für Ortsratsmitglied Michael Hannemann (CDU) – zugleich Mitarbeiter im angrenzenden Dorfgemeinschaftshaus – ist die Idee absurd, Kinder direkt neben einem Gastronomiebetrieb zu betreuen. "Wie passt das zusammen, laute Musik und Hort, aber wir dürfen keinen Zigarettenautomat aufstellen, weil die Schule gleich nebenan ist", fragt Hannemann kopfschüttelnd. Hausaufgaben erledigen, wenn nebenan ein Alleinunterhalter spiele, das könne nicht angehen. Und bei Feiern würden die Kinder dann die Raucher im angrenzenden Garten sehen. SPD-Fraktionschef Marc Köhler sieht das Ganze nicht so dramatisch: "Viele der Hortkinder werden sicher Eltern haben, die zu Hause rauchen." Kinder sollten nicht vom allgemeinen Leben isoliert werden. Alternativen stellen sich nach Meinung des Ortsrates allerdings kaum – Containerlösungen hätten sich nicht bewährt, und ein Anbau an den bestehenden Hort, wie ihn Ernst Kühn ins Spiel gebracht hat, sei angesichts eines lediglich temporären Bedarfs zu teuer.