Bürgerstiftung bleibt dran

Die Watt-Kutsche und ihre Erbauer Richard (von links), Hajar, Dennis, Musa, Sven und Sabbah (vorne). (Foto: D. Lange)

Abschluss-Präsentation des fünften "Do it ! Projekts"

Hannover (dl). Zwar haben die Schülerinnen und Schüler des „Do it !-Projekts Technik“ in der Werkstatt der ehemaligen Stahlbaufirma Eilers am Entenfangweg, wo mit Unterstützung der Bürgerstiftung Langenhagen vor fünf Jahren das Projekt entstand, nicht unbedingt das sprichwörtliche Rad neu erfunden, aber dessen Einsatz- und Verwendungsmöglichkeiten dennoch um einige interessante Varianten bereichert. Seit Beginn der "Do it !-Projekte" haben ja schon diverse originelle Vehikel des Licht der Welt erblickt. Nun also ein ungewöhnliches E-Bike, welches künftig zum Fuhrpark gehört und lediglich von einem Akkuschrauber angetrieben wird. Ein mobiler Party-Grill namens BRadwurst-Rad und eine rollende Getränke-Bar sind weitere, recht kreativ gestaltete Fahrräder. Nicht zu vergessen schließlich die „Watt-Kutsche“, mit der sich die jungen Metallbauer gewissermaßen selbst übertroffen haben. Ein flaches, dreirädriges Gefährt mit Elektromotor, das entfernt an die sportliche Variante eines Seniorenscooters erinnert. Das Ziel der "Do it !-Projekte Technik" ist es, jungen Haupt- und Förderschülern der zehnten Klassen aus der Pestalozzi- und der Brinker-Schule eine Chance zu geben, sie auf ein Praktikum oder für den Einstieg in eine handwerkliche Berufsausbildung vorzubereiten sowie ihnen die dazu notwendigen handwerklichen Fähigkeiten zur Holz- und Metallbearbeitung zu vermitteln. Darüber hinaus lernen sie die Bedeutung von Teamarbeit, Zuverlässigkeit, Rücksichtnahme und Pünktlichkeit. Unterstützt und angeleitet in ihrem Lernprozess wurden die Schüler bei ihrer Arbeit von einem pensionierten Berufsschullehrer, einem Elektroingenieur, einem Telekommunikationsspezialisten und einem Bankkaufmann. Des weiteren wird das Projekt von Sponsoren finanziert und mit Sachspenden in Form von Material und Werkzeug unterstützt. „Wir alle leisten damit zwar eine wichtige Hilfestellung, die Hauptarbeit aber leisten die Schüler“, so das Fazit von Claus Holtmann, Präsident der Bürgerstiftung. Projektleiter Wolfgang Reichel sieht sich mit der Werkstatt als eine verlängerte Werkbank der Schule. „Für uns ist es wichtig, den Jugendlichen Möglichkeiten für ihre spätere Berufswahl aufzuzeigen“. Gleiches gilt auch für die beiden anderen, zeitgleich stattfindenden "Do it-Projekte", aus denen die Jugendlichen je nach Neigung wählen konnten: Altenpflege, Hauswirtschaft und Küche im Seniorenheim Bachstraße sowie soziales Engagement und Mitarbeit bei der Langenhagener Tafel. Zum Abschluss berichteten die Schülerinnen und Schüler in einer gemeinsam gestalteten Zeitung mit eigenen Texten und einer Vielzahl von Fotos zusammenfassend über ihre überwiegend positiven Eindrücke und Erfahrungen in den jeweiligen Einrichrungen.