Bulle Martin bleibt in Engelbostel

Bulle Martin war das große Thema beim Dorffest.

SonnTakt-Blumenstrauß für Jungbullen

Engelbostel. „Der muss noch zur Kirche“, hatte Manfred Auras dem Viehhändler zugerufen, als dieser ihm im Juli kurz vor dem Gemeindefest der Martinskirchengemeinde den Jungbullen Martin abkaufen wollte. Doch dann wurde Martin zum Star bei „Happy Martini“, als er sich vor dem Kirchturm streicheln ließ und schließlich auf die Kirchwiese trottete: „280 Wetten waren abgegeben worden, wo er denn wohl als erstes seine Hinterlassenschaften fallen lassen werde“, erinnert sich Pastor Rainer Müller-Jödicke, dessen Förderkreis sich dabei über kräftige Einnahmen zu Gunsten der Diakonenstelle freute.
Beim Engelbosteler Dorffest war Martin nun noch einmal Thema, als die Kirchengemeinde zu einem Zeltgottesdienst zusammengekommen war, der als SonnTakt gefeiert wurde. In diesem alternativen Gottesdienst ehrt die Kirchengemeinde immer einen besonderen Ehrenamtlichen mit dem SonnTakt-Blumenstrauß. „Tomaten, Wurzeln und Kohl hatte die Blumenhändlerin dort für Martin eingebunden“, schmunzelt Kirchenvorsteherin Jutta Köster, die den Strauß stellvertretend an Auras überreichte. Auras füttert den fast einjährigen Bullen immer noch täglich per Hand und erfreute die Gemeinde: „Martin bleibt in Engelbostel!“ Nur die Streicheleinheiten würden zukünftig schwieriger, wenn der Bulle irgendwann 800 Kilogramm auf die Waage bringe.