Bundesverdienstkreuz für Annita Niclaus

Die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck (links) hielt die Laudatio auf Annita Niclaus. (Foto: D. Lange)

Engagierte Langenhagenerin erhält höchste deutsche Auszeichnung

Langenhagen (dl). Was umgangssprachlich und in allgemein vereinfachender Form zumeist Bundesverdienstkreuz genannt wird, meint genaugenommen eine von insgesamt acht Abstufungen des „Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“, wie es korrekterweise heißen müsste.
Mit dieser höchsten Auszeichnung, die das Land zu vergeben hat, werden Menschen für besondere Leistungen wie etwa im kulturellen, wirtschaftlichen oder sozialen Bereich gewürdigt. In Anerkennung ihrer über Jahrzehnte ehrenamtlich geleisteten Arbeit im Frauen- und Mädchenberatungszentrum Ophelia in Langenhagen sowie als Schiedsfrau in Langenhagen als auch als Schulmediatorin in der Fridtjof-Nansen-Grundschule in Hannover wurde unlängst Annita Niclaus aus Langenhagen mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik geehrt. Im Haus der Region an der Hildesheimerstraße erhielt sie die Verdienstmedaille aus der Hand der stellvertretenden Regionspräsidentin Petra Rudszuck, die auch die Laudatio hielt. Sie sagte: „Annita Niclaus ist bekannt dafür, dass sie immer da ist, wenn es was zu tun gibt und sie gebraucht wird. Mit ihrer fachlichen Kompetenz und ihrem umgänglichen Wesen hat sie sich ein hohes Ansehen erworben “ Seit 1997 engagiert sich Annita Niclaus im Frauennotruf Langenhagen, der 2012 in „Ophelia-Beratungszentrum für Frauen und Mädchen mit Gewalterfahrung e.V“ umbenannt wurde und wo Niclaus seit 2006 den Vorsitz führt. Die Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen und Mädchen, die Gewalt, auch und vor allem im häuslichen Bereich erleben mussten, individuell zu beraten. Im Zusammenhang damit ist Annita Niclaus zudem in beratender Funktion im Sozial-, Inklusions- und Sportausschuss tätig. Bis 2014 war sie vom Amtsgericht Hannover zur Schiedsfrau in Langenhagen bestellt, um in bürgerlich-rechtlichen Streitigkeiten die Parteien an einen Tisch zu bringen, sich auszusprechen und auf diesem Weg eine Einigung zwischen den Beteiligten zu erzielen. Eine ganz ähnliche Zielsetzung verfolgt das Projekt Seniorpartner in School (SiS), ein Angebot für Schülerinnen und Schüler zur Gewaltpräventation und Konfliktregulierung. Das Projekt unterstützt das Beratungsnetzwerk der Schulen und zeigt den Kindern Wege auf, ihre Konflikte ohne Aggressionen lösen zu können mit dem Nebeneffekt, die persönliche und soziale Kompetenz aller Beteiligten zu stärken. „Im Grunde streiten sich die Kindern heute genauso wie damals zu meiner Zeit als Kind“, ist Niclaus überzeugt, „nur der Umgang damit ist heute ein anderer.“