Buntes Straßenfest in Wiesenau

Auch der Seniorenbeirat informierte auf dem Stadtteilfest der neuen Quartiersmitte Wiesenau über seine Arbeit (von links):Rosemarie Bahrke, Wilfried Ohlendorf und Christa Röder.Foto: D. Lange

Im Süden Langenhagens entwickelt sich eine ganze Menge

Langenhagen (dl). Alles schien bestens vorbereitet. Monatelang haben sich Mitarbeiter der Kreissiedlungsgesellschaft Hannover (KSG) sowie deren Kooperationspartner, die Vereine, Institutionen und Gruppen des Runden Tisches Wiesenau, engagiert ins Zeug gelegt, um als eine gemeinsame Veranstaltung ein buntes Straßenfest mit einem abwechslungsreichen Programm und vielen Attraktionen für die Gäste auf die Beine zu stellen. Dazu verwandelte sich die Straßenkreuzung Freiligrathstraße/Liebigstraße in eine belebte Aktionsmeile für Groß und Klein. Ein Rollstuhlparcours, organisiert von der RSG Langenhagen, Live-Schach mit den Schachtigern, Experimentieraktionen rund um das Thema Energie, Spiel- und Spaßaktionen für Kinder mit „MAJA“, Informationen über das Sportprogramm LaufMamaLauf, Kinderschminken und vieles mehr sorgten für Kurzweil bei den Besuchern. Und dann das: Regen statt Sonne. Offenbar wusste der Wettergott als Einziger nicht Bescheid. Einen ersten Schauer so gegen 11.30 Uhr ertrugen die Besucher noch mehr oder weniger unbeeindruckt unter den Dächern der zahlreichen Stände. Etwa eine Stunde später aber fing es erneut an zu regnen und hörte leider auch so schnell nicht wieder auf. Wer also am Vormittag zum Feiern in die neue Mitte kam, der hatte alles richtig gemacht und blieb trocken. Auf ihre neue Quartiersmitte in Wiesenau ist die KSG sichtlich stolz und der im Oktober 2014 eröffnete Quartierstreff in der Freiligrathstraße 11 hat sich vom Start weg auf Anhieb als zentraler Treffpunkt im Stadtteil und als eine soziale Anlaufstelle für die Stadtteilbewohner etabliert. So als hätten die Menschen nur darauf gewartet. Vielfältige Themen und Angebote finden dort statt. Montags Kaffeenachmittag und Yoga, dienstags Pilates und Gymnastik, mittwochs Gesellschaftsspiele, donnerstags Kindernachmittag. Dazwischen stehen Themen wie der neueste Tratsch, Probleme mit der Nebenkostenabrechnung oder auch mal die Hinterlassenschaft eines Vierbeiners im Mittelpunkt der Wünsche und Anliegen der Bewohner. Der Stadtteil Wiesenau erfindet sich gerade neu. Alte Gebäude wurden abgerissen und eine neue Mitte ist entstanden, die sich in die städtebauliche Struktur des Stadtteils einfügt. Das Konzept, das die KSG in Wiesenau umgesetzt hat, beruht auf einem sozialen Miteinander aller Bewohner und bezieht ganz selbstverständlich die Nachbarschaft mit ein. Die modernen und hellen Wohnungen sind barrierefrei und entsprechen den aktuellen energetischen Standards. Zudem ist der Stadtteil in einem stetigen Wandel begriffen. Nicht nur langjährige Mieter sind in die neuen Wohnungen gezogen, auch immer mehr junge Familien mit Kindern entdecken den Stadtteil für sich, dessen Ruf bisher nicht der beste war. „Aber hier in Wiesenau entwickelt sich so viel“, sagt Claudia Koch von der KSG. Sie muss es wissen, denn sie leitet den Quartierstreff, für den sie bereits einen Preis von der Region Hannover entgegennehmen durfte in Form einer Anschubfinanzierung für die Sachausstattung des Treffs. An den Personalkosten für ihre Stelle als Fachkraft beteiligen sich zur Hälfte, vorerst für fünf Jahre, die Stadt Langenhagen und die KSG. Auch in Sachen Lebensmittel-Versorgung im Stadtteil ist inzwischen mit einem großen Discounter zumindest ein Anfang gemacht worden.