Bußgeldverfahren eingeleitet

Hauptzollamt informiert zu Bargeld-Einfuhr

Langenhagen. Nun wollte ein 25-jähriger türkischer Staatsbürger aus Braunschweig vom Flughafen Hannover nach Istanbul reisen. Bei der Sicherheitskontrolle wurde ein größerer Geldbetrag gefunden. Daraufhin wurde der junge Mann an den Zoll übergeben.
In einem am Körper getragenen Beutel stellten die Zöllner insgesamt 32.500 Euro fest.
Die anschließende körperliche Durchsuchung führte zu weiteren 2.610 Euro, die sich in der Jackentasche befanden. Das bereits eingecheckte Reisegepäck wurde wieder aus dem Flugzeug ausgeladen und intensiv kontrolliert. Weiteres Bargeld wurde nicht gefunden.
Gegen den 25-jährigen wurde ein Bußgeldverfahren wegen der Nichtanmeldung von Barmitteln eingeleitet. In der anschließenden Anhörung gab er an, die Anmeldepflicht nicht zu kennen. Nach der Anhörung konnte er seine Reise fortsetzen. Seinen gebuchten Flug hat er jedoch nicht mehr erreicht.
Das Hauptzollamt informiert: Bei Reisen in Ländern außerhalb der EU (beispielsweise Türkei) sind Barmittel ab einem Wert von 10.000 Euro unaufgefordert schriftlich anzumelden. Als Barmittel gelten Bargeld und Wertpapiere. Der Anmeldevordruck wird an allen deutschen Flughäfen von den Zollstellen bereitgehalten. Dazu sind spezielle Barmittelschalter eingerichtet worden. Im Flughafen Hannover befindet sich dieser Schalter im Abflugbereich im Terminal B. Ein Verstoß gegen die Anmeldepflicht ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu einer Million Euro geahndet werden kann. Bargeld- und Barmittelkontrollen dienen vor allem dazu, Geldwäsche zu bekämpfen und die Finanzierung von Terrorismus und organisierter Kriminalität zu verhindern.