CCL wehrt sich gegen Dauerparker

Das ist unmissverständlich: Die Höchstparkdauer liegt in allen Bereichen bei drei Stunden. (Foto: O. Krebs)

Immer wieder missbrauchen Fluggäste die Plätze / Höchstparkdauer drei Stunden

Langenhagen. Das City Center Langenhagen (CCL) will sich gegen Dauerparker wehren. Das Management hat die Höchstparkdauer für alle Bereiche auf drei Stunden vereinheitlicht. Kunden und Mitarbeiter, die ihre Autos dort während ihrer Erledigungen oder Tätigkeit abstellen, müssen aber keine Sanktionen fürchten.
Viele Kunden wunderten sich in den vergangenen Tagen: Seit Kurzem weisen Aufkleber an den CCL-Eingangstüren darauf hin, dass im Parkhaus und auf den Parkdecks eine per Parkscheibe zu dokumentierende Höchstparkdauer von drei Stunden gilt. Die meisten Besucher waren davon ausgegangen, dass sie dort unbegrenzt stehen dürfen. Eine Parkscheibe benutzte so gut wie niemand.
Dabei galten offiziell schon immer Einschränkungen: drei Stunden über den CCL-Blöcken und zwei Stunden im angrenzenden Goldbeck-Parkhaus. Das wurde den Autofahrern aber nur an den Einfahrten mitgeteilt, zum Teil an nur schlecht einsehbarer Stelle. Deshalb seien jetzt auch an den Eingangstüren Aufkleber mit Öffnungs- und Höchstparkzeiten angebracht worden, erläutert Angelika Kramm vom HBB-Centermanagement, das für den neueren Teil des Einkaufszentrums zuständig ist.
Die Hinweise richten sich jedoch nicht an die normalen Kunden oder gar die Mitarbeiter aus den Geschäften und dem Rathaus, die ihre Wagen auch weiterhin ganztägig dort abstellen dürfen, ohne ein Knöllchen befürchten zu müssen. Man brauche jedoch eine rechtliche Handhabe, um gegen Dauerparker vorgehen zu können, erklärt Kramm. Wie Matthias Erdmann, als technischer Leiter des Center-Managements für die Parkplätze zuständig, bestätigt, sparten sich manche Urlauber die Gebühren am Flughafen, wenn sie sich für zwei oder drei Wochen in den Süden begeben. „Da haben auch schon Firmen ihre kompletten Wagenflotten im Parkhaus abgestellt“, berichtet Erdmann weiter. Auch als P+R-Plätze würden die Stellflächen teilweise missbraucht.
Allerdings sei noch nicht der Fall eingetreten, dass alle Plätze belegt waren und Kunden keine Abstellmöglichkeit für ihren Wagen gefunden hätten. „Aber wir müssen auch zu Extremzeiten handlungsfähig bleiben“, sagt Kramm unter Hinweis auf verkaufsoffene Sonntage, die Vorweihnachtszeit oder große Feste in der Umgebung. Der Sicherheitsdienst soll nun verstärkt ein Auge darauf haben, welche Autos über Nacht oder sogar mehrere Tage auf den Parkplätzen stehen. Die werde man dann ansprechen und sie auffordern, ihre Fahrzeuge zu entfernen, kündigt Erdmann an. Keineswegs wolle man gegen Autofahrer vorgehen, die ihren Arbeitsplatz im CCL haben. Das gelte auch für die Rathausmitarbeiter, denn die Stadt habe sich durch Zuschüsse zum Bau des Goldbeck-Parkhauses seinerzeit Rechte gesichert, bestätigt er.
Das Centermanagement wolle jedoch an dem Standortvorteil des kostenlosen Parkens festhalten, versichert Kramm. Sollte es tatsächlich irgendwann zu Problemen kommen, könne man vielleicht ein Schrankensystem einführen, aber weiterhin drei Stunden gebührenfrei halten.