Chancen und Probleme ansprechen

Kulturelle Gegensätze werden im I-Café angesprochen.

I-Café in der IGS Süd etabliert sich

Langenhagen. Beim dritten "Interkulturellen Café (I-Café)" war den Teilnehmern eine gewisse Vertrautheit anzumerken. Die Organisatoren Sebastian Meyer und Stephan Soppert waren über die selbstgebackene Kuchenspende der Eltern hoch erfreut. Zudem gab es wieder reichlich Kekse, Kaffee, Tee und Kakao. „Neben diesen Köstlichkeiten wurde natürlich auch wieder reichlich gezockt“, berichtet Stephan Soppert. Klassiker seien Spiele wie „Halli Galli“ und „Speed Cups“ geworden, die die Konzentration sowie Koordination beanspruchen und Spaß für eine ganze Gruppe von Playern mit sich bringt.
Im regen Austausch mit den Erziehungsberechtigten konnten die Betreuer einige Information über Migrationschancen aber auch -probleme erfahren. Ein zentrales Problem ist immer noch die sprachliche Barriere, aber auch der kulturelle Hintergrund spielt in den Alltag nicht einfach hinein. Kontroverse Ansichten, beispielsweise bei der Kindeserziehung und Emanzipation der Frauen aber auch Fremden- und Religionsfeindlichkeit sind bestimmend. Einige Eltern sind dennoch gewillt, bei der Integration zu helfen und über das I-Café Kontakte herzustellen. Zudem wird das „sozial menschliche Engagement" der IGS Süd positiv bewertet.
Der Sozialpädagoge Stephan Soppert wünscht sich mehr Präsenz der Eltern in der Schule. Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen im I-Café wächst stetig, die Anzahl der Elternschaft stagniert dagegen.