Christliche Werte bleiben bestimmend

Das Team der Kita-Elisabeth, hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2016; Miroslava Popovic fehlt auf dem Foto. (Foto: Kita Elisabeth)

Kita-Elisabeth feiert 50-jähriges Jubiläum

Langenhagen (gg). „Hier können alle Wertschätzung erfahren“, so der Beginn des Grundsatzes für die Arbeit in evangelischen Kindertagesstätten, den die Landesynode formuliert hat. Der hohe Anspruch wird sogar noch ergänzt. Gemeinschaft und Hilfe sollen in der Kita zu erleben sein. Glück und Gelingen seien als Gnade zu verstehen, Unvollkommenheit sei zu akzeptieren. Der respektvolle Umgang untereinander soll den Alltag bestimmen. Was theoretisch scheint, ist Praxis in der Kita-Elisabeth. „Der christliche Glaube ist bestimmend“, sagt Tabea Pipenbrink. Sie leitet die Kita seit Mai 2011. Ihr ist es ein Anliegen, den Kindern in der Kita-Elisabeth Anleitung zur Entfaltung zu geben. Sie sagt zur Arbeit des Erzieher-Teams: „Es ist ein hoher Anspruch, aber die Kinder sollen ein Gefühl dafür entwickeln, was ihnen gut tut. Und wir merken, dass das gelingt.“ So gibt es Rituale und Strukturen, die den Kindern Geborgenheit und Sicherheit geben. Das gemeinsame Sprechen des Tischgebets trage ebenso dazu bei wie die religionspädagogische Arbeit, die von Pastorin Bettina Praßler-Kröncke geleistet wird. Wichtig sei zudem, dass die Kinder für ihr Tun Zeit haben. „So haben sie eine Chance, sich zu konzentrieren. Das ist in unserer schnelllebigen Zeit sehr wichtig“, sagt Tabea Pipenbrink. 26 Mitarbeiter in der Kita insgesamt, darunter auch das Küchenteam, unterstützen die Kinder. Sie sprechen viel mit den Kindern, fördern das gemeinsame Entdecken und Gestalten. Tabea Pipenbrink ist sich sicher, dass ein vertrauensvoller Umgang geformt wird, und der trage über den Tag. Schließlich habe sich viel gewandelt in den vergangenen Jahren. Halbtagsbetreuung gibt es nicht mehr. 120 Kinder werden ganztags betreut, in der Krippe in der Kita und im Hort. Jedes Kind bekommt mittags eine warme Mahlzeit, frisch in der hauseigenen Küche gekocht. „Die Qualität ist unser Aushängeschild“, erklärt die Kita-Leiterin. Nach den Vorgaben der deutschen Gesellschaft für Ernährung werde gekocht, Rücksicht auf muslimische Kultur sei gegeben. Vor 50 Jahren, als die Kita-Elisabeth gegründet wurde, war vieles noch ganz anders. Damals gab es unter der Leitung von Ortrud Fechner eine Ganztags-, zwei Halbtags- und eine Hortgruppe. Unter der Leitung von Mechthild Schmidt-Brücken ab 1975 wurde das 7.000 Quadrameter große Außengelände mit Seilbahn, Hängebrücke und Klettergerüst gestaltet. Mit immer mehr Kindern und Mitarbeitern wuchs der Raumbedarf stetig. Nun soll angebaut werden: eine neue, größere Küche und ein weiterer Krippenraum werden entstehen. Mit der Feier zum 50-jährigen Bestehen wird es gedanklich den Spatenstich geben.
Das Programm am Sonntag, 17. September beginnt mit dem Familiengottesdienst um 11 Uhr. Ab 14.30 gibt es ein großes Fest in der Kita mit vielen Spielangeboten, die mithilfe des Fördervereins und der Elternvertretung realisiert werden.