Container kippte um

Ein CSA-Träger wird dekontaminiert.

Feuerwehrübung: Austritt von Gefahrgut

Langenhagen. Bei Arbeiten mit einer Ameise kam es im Sondermüllzwischenlager des Flughafens zu einem Austritt von Gefahrgut. Vermutlich durch Unachtsamkeit kippte ein mit Gefahrstoffbehältern gefüllter Container um. Die einzelnen Gebinde wurden beschädigt und Gefahrgüter liefen auf das Gelände. Mit dieser Lage, die Thomas Siebert und Jörg Baumgarte ausgearbeitet hatten, wurde Einsatzleiter Wilhelm Rust senior beim Eintreffen am Zwischenlager konfrontiert.
Eine Erkundung Rusts ergab, dass Stoffe ausliefen und drohten in nahegelegene Gullys zu laufen. Umgehend wurde ein erster Atemschutztrupp ausgerüstet, eine weitergehende Lageerkundung durchzuführen und ein Versickern der Gefahrstoffe in den Gullys zu verhindern. Unter anderem setzte dieser Trupp Dichtkissen ein. Parallel zu dieser Maßnahme rüstete sich ein weiterer Trupp mit Chemikalienschutzanzügen aus, die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Kaltenweide bauten eine Not-Dekondusche auf und der Messzug aus Godshorn bereitete Messungen vor.
Nach gut einer Stunde waren alle Übungsziele insofern erreicht, als dass die Übung beendet werden konnte. Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte mit elf Fahrzeugen an der Übung involviert.

Der Gefahrgutzug der Stadtfeuerwehr Langenhagen setzt sich aus verschiedenen Teilkomponenten zusammen, die wiederum durch die sechs Ortsfeuerwehren gestellt werden. Regelmäßig finden Übungen statt, um die Abläufe zu festigen. Bedingt durch das enorme Gefahrenpotential der in Langenhagen angesiedelten Gewerbebetriebe ist der Gefahrgutzug mit umfangreichen Mitteln ausgerüstet. Jährlich werden die Mitglieder zu durchschnittlich zwei bis drei Realeinsätzen alarmiert.