„Da hat man was zu tun“

Gesine Saft (Vierte von links) hat sich auf vielen Feldern fürs Gemeinwohl engagiert: Martina Rust, Vizepräsidentin des DRK Region Hannover (von links), Claudia Hopfe, CDU Rats-Fraktionsvorsitzende, Bürgermeister Mirko Heuer, Rainer Fredermann, CDU-Landtagsabgeordneter, Michaela Michalowitz, stellvertretende Regionspräsidentin, Bettina Praßler-Kröncke, Pastorin, Max Matthiesen, CDU-Landtagsabgeordneter. (Foto: D. Lange)

Gesine Saft erhält das Bundesverdienstkreuz für 25 Jahre ehrenamtliche Arbeit

Langenhagen/Hannover (dl). Mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes findet das mehr als zweieinhalb Jahrzehnte währende, ehrenamtliche Engagement von Gesine Saft, sowohl im sozialen Bereich als auch in der Kommunalpolitik, seine angemessene Würdigung und Anerkennung. Angesichts ihrer beeindruckenden Vita habe sie sich ihr Verdienstkreuz, etwas salopp ausgedrückt, wahrlich hart erarbeitet, so der Landtagsabgeordnete Max Matthiesen. Sie selbst spricht von einer folgerichtigen Entwicklung, die seinerzeit an der Schule als Vertreter ihrer Kinder in den Elternräten begann. Viele, nach ihrer Ansicht offensichtliche Missstände in den Schulen, seien von den Lehrern in der Regel der Politik angelastet worden, was Gesine Saft letztlich dazu veranlasste, selbst das Heft in die Hand zu nehmen und in die Politik zu gehen. Mit ihrem Beispiel motivierte sie wiederum auch andere Frauen zur politischen Grundsatzarbeit, ist Claudia Hopfe überzeugt, Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion. Von 1991 bis 2016 war Gesine Saft als Abgeordnete der CDU Mitglied des Rates Langenhagen und mehrerer Ausschüsse. Sie ist seit 2000 als Ausdruck ihres christlichen Selbstverständnisses, Mitglied der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) und mit ihrer Arbeit im Frauenbündnis Langenhagen trägt sie dazu bei, die Frauenpolitik in Langenhagen zu stärken. Gesine Saft ist seit 1995 Mitglied im Deutschen Roten Kreuz (DRK) und war von 2004, in einer für den Verband recht unruhigen Phase, wie es heißt, bis 2013 dessen Vorsitzende im Ortsverband Langenhagen. Sie hat in dieser Zeit Aufgaben und Angebote weiterentwickelt sowie beharrlich und zielgerichtet in der Wahrnehmung der Interessen des DRK für alle Beteiligten tragbare Lösungen gefunden. Sie engagierte sich insbesondere in der Seniorenarbeit und hat sowohl dafür als auch für Veranstaltungen eigene Räumlichkeiten gefunden. Nach wie vor unterstützt sie die DRK-Kita Eentje Rummert und ist derzeit auf einer Vortragsreise über den DRK-Gründer Henry Dunant. Darüber hinaus ist sie Mitbegründerin des Bürgerforums Pro Airport, dem Mütterzentrum und dem Langenhagener Hospizverein. Ihr geistliches Zuhause findet sie, so die Pastorin Bettina Praßler-Kröncke, in der Elisabeth-Gemeinde, so wie ihr auch das C im Namen ihrer Partei immer mehr war als nur ein Kürzel. Ihr christlich-sozialer Kompass funktioniert also und wies ihr bis heute den für sie richtigen Weg. Sie war sechs Jahre lang im Elisabeth-Kirchenvorstand aktiv und bringt sich seit 2006 als Lektorin bei Bibellesungen, Fürbitten und Sonntagsgottesdiensten in die Kirchenarbeit ein. Für Gesine Saft hat das Kennedy-Zitat: „Frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern frage, was Du für dein Land tun kannst“, trotz allem seine Berechtigung. Trotz aller Einschränkungen und trotz aller politischen wie gesellschaftlichen Fehlentwicklungen, die allesamt kein Grund seien, sich aus der Verantwortung zu schleichen und sich nicht ehrenamtlich für das Gemeinwohl zu engagieren.