„Da muss mal einer schaufeln“

Christa Röder, Vorsitzende des Seniorenbeirates, zeigt den Grünstreifen zwischen Eibenstraße und Buchenweg, der noch gepflastert werden soll. (Foto: G. Gosewisch)

Streit um Fußweg in Schulenburg-Süd

Schulenburg (gg). Westlich der Hannoverschen Straße sind Fußwege in Schulenburg-Süd rar. Für den Siedlungscharakter der 60er und 70er Jahre typisch hat der Kraftverkehr Vorfahrt. Im Verlauf der Jahrzehnte wurde nachgebessert. „Bürger setzten sich dafür ein, dass Fußweg-Abkürzungen zur Hannoverschen Straße entstanden sind“, erinnert sich Christa Röder, Anliegerin und frühere Ortsbürgermeisterin. Sie greift eine Anmerkung auf, die in der jüngsten Sitzung des Ortsrates von Ortsbürgermeister Dietmar Grundey gemacht wurde. Er kritisierte, dass die Stadtverwaltung seit Jahren einen solchen Fußweg, nämlich den zwischen Eibenstraße und Buchenweg nicht auf ganzer Breite herrichtet. Nur ein sehr schmaler Weg ist gepflastert, auf einer Seite steht ein Jägerzaun längs, dahinter ist eine Erderhöhung. „Es tut mir ja nun leid, aber da muss mal einer schaufeln. So reicht das nicht“, so seine Forderung. Auf schriftliche Anfrage des ECHO teilt Pressesprecherin Juliane Stahl mündlich mit, dass die Stadtverwaltung dort nichts herrichten wird, weil der Weg in Ordnung sei. „Das nehme ich nicht so hin“, sagt Christa Röder und kündigt an, dass sich der Seniorenbeirat, dessen Vorsitzende sie ist, mit dem Thema beschäftigen wird. Im vergangenen Oktober sei ein Fußweg zwischen Buchen- und Eichenweg gepflastert worden – wesentlich breiter als der Fußweg zwischen Eibenstraße und Buchenweg und damit auch mit Kinderwagen, Fahrrad-Anhängern, Rollstuhl oder Rollator zu benutzen.