„Damen nicht mehr wegzudenken“

Die herzlichen Glückwünsche des Kreisschützenverbands an Elke Lieske und ihre Damen verbanden Kreisschützenmeisterin Birgit Gräfenkamper (links) und Kreisdamenleiterin Claudia Freiberg (rechts) mit der Übergabe eines attraktiven Glaspokals. (Foto: K. Raap)
 
Elke Lieske (links) und Erika Temme (rechts) ehrten vier Gründungsmitglieder (von links):Erika Thelemann, Helene Sobotta, Inge Klimach und Brunhild Hartmann. (Foto: K. Raap)

Goshorner Schützinnen feierten schwungvoll ihr 50. Jubiläum

Godshorn (kr). Mit einer tollen Veranstaltung feierte die Damenabteilung des Schützenvereins Godshorn mit insgesamt über einhundert Besuchern ihr 50-jähriges Bestehen im sehr gut gefüllten Dorfgemeinschaftshaus. Unter den Gästen Kreisschützenmeisterin Birgit Gräfenkämper und Kreisdamenleiterin Claudia Freiberg vom Kreisschützenverband Wedemark-Langenhagen sowie eine Damen-Delegationen von mehr als einem Dutzend benachbarter Vereine. Mit dabei natürlich auch „Oberbürgermeister Willi Minne", wie ihn nicht nur die Schützen seit Jahren gerne nennen. Einig war sich der Ortsbürgermeister mit Schützenhauptmann Dittmar Brockmann und dessen Vertreter Kai Girke, dass die Männerwelt in den Schützenvereinen zunächst gar nicht so kampflos die Gründung von Damenabteilungen dulden wollte. In Godshorn allerdings setzten sich die Damen sehr schnell durch, mit Charme, intensiver Mitarbeit und viel Fantasie. Als im November 1965 im Gasthaus Kahle zum ersten Mal über die Gründung einer Damenabteilung abgestimmt wurde, gab es zwar auf der Jahreshauptversammlung die mehrheitliche Zustimmung, den 18 Ja-stimmen standen allerdings sieben Ablehnungen und eine Enthaltung entgegen. „Doch im Gründungsjahr“, so berichtete Damenleiterin Elke Lieske in ihrem lockeren und informativen Rückblick, „stand unsere Damenabteilung ohnehin schon fest verwurzelt in unserem Vereinsleben und ist seitdem aus dem SV Godshorn nicht mehr wegzudenken.“ Und schon ein Jahr später wurde die Weihe der Standarte, die ein Bürger für die Damenabteilung gestiftet hatte, in einem Pressebericht zum Höhepunkt des Schützenfestes 1967 deklariert. Sicherlich auch eine besondere Genugtuung und Motivation für die erst ein Jahr alte Damenabteilung. Elke Lieske hatte nach dem Tod der Damenleiterin Jutta Rathmann im Jahr 2009 als ihre Vertreterin deren Position im Vorstand übernommen. Insgesamt gehört sie der Damenabteilung bisher 21 Jahre an. Dreimal erkämpfte sie die Königinnenscheibe und zwar 2004, 2013 und 2015.
Mit ihrer Stellvertreterin Erika Temme schritt Elke Lieske beim Jubiläum dann zu den ganz besonderen Ehrungen von Gründungsmitgliedern. Die Vereinsnadel in Gold erhielten Erika Thelemann, Helene Sobotta, Inge Klimach und Brunhild Hartmann. Aus verschiedenen Gründen nicht dabei sein konnten Martha Kruse, Renate Theusner und Giesela Quilitzki.
Natürlich präsentierten sich an diesem Tag auch Königin Barbara Sieker und König Hans-George Temme. Beim großen Essen mit reichhaltigem kaltem Büfett und leckeren Kuchen musste er genauso wie der männliche Vorstand zu Service-Arbeiten für die Damen antreten. Zum Auftakt des Super-Damentages hatte der ehemalige erste Vorsitzende Harald Seidensticker für alle Gäste einen Piccolo kredenzt. Für eine echte Überraschung sorgte Königin Barbara: Sie hatte wirklich klammheimlich den Fanfarenzug Alt-Linden, der bereits beim Schützenfest vor einer Woche überzeugt hatte, zu einem Konzert nach dem Essen engagiert. Für Unterhaltungsmusik sorgte nachmittags DJ Sebastian Brockmann.