"Damit das Glück nicht verloren geht"

Mehlschwalben brauchen Lehm zum Bau ihrer Nester. (Foto: NABU, A. Hatlapa)

Schwalben brauchen Nisthilfe und Schutz

Langenhagen. Nach den kalten Wintermonaten klettern die Temperaturen langsam in die zweistelligen Bereiche. Gutes Wetter liegt in der Luft. Ein Grund für die Schwalben aus ihren Winterquartieren südlich der Sahara nach Niedersachsen zurückzukehren.
Noch kennt sie jeder, die Flugkünstler, die das Ende des Winters verkünden. Jahrhunderte lang gehörten sie ganz selbstverständlich in jedes Dorf, auf jeden Bauernhof und auch in jede Stadt. "Wenn Schwalben am Haus brüten, geht das Glück nicht verloren" ist eine bekannte Prophezeiung.
Rauchschwalben sind in der Roten Liste Niedersachsens als gefährdet eingestuft und zählen somit zu den bedrohten Arten. Schwalben leisten in den Dörfern einen wichtigen Beitrag, auch für die Lebensqualität des Menschen, denn sie ernähren sich ausschließlich von fliegenden Insekten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten unsere Frühlingsboten zu unterstützen. Mit Kunstnestern, Lehmpfützen oder Kotbrettern kann man dabei schon einiges erreichen. So manchen Zeitgenossen stört der Kot der Vögel. Und wer schon einmal ein Schwalbennest über dem Eingang seines Hauses gehabt hat, kann dies auch ein bisschen verstehen. Ein einfaches Kotbrett mit 30 Zentimeter Tiefe etwa 50 bis 60 Zentimeter unterhalb des Nestrandes angebracht, kann hierbei schon schnelle Abhilfe schaffen. Wichtig ist, dass die Schwalben noch frei zum Nest anfliegen können.
Überall dort, wo Schwalben zu wenig Lehmboden für den Nestbau finden, freuen sie sich auch über Kunstnester. Dabei sollte man beachten, dass die Kunstnester für Mehl- und Rauchschwalben unterschiedlich gestaltet sein müssen. Rauchschwalbennester liegen meist im Inneren von Gebäuden. Man unterstützt die Tiere, in dem man die Einflugmöglichkeiten an Ställen, Scheunen und Tordurchfahrten offen hält.
Im April ist auch eine gute Gelegenheit um Lehmpfützen für Schwalben anzulegen und feucht zu halten. Die kleinen Untermieter nutzen den Lehm als Baumaterial. Die Pfütze sollten möglichst den ganzen Sommer über feucht gehalten werden.
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.NABU-niedersachsen.de/schwalben.