„Damit es nicht wieder passiert“

Expertin Frauke Behrens zeigt die Vielfalt unter den Hortensien-Sorten. (Foto: G. Gosewisch)

Nächste Hortensien-Blütenpracht soll sicher sein

Engelbostel (gg). Sie kämpften in diesem Jahr um das Überleben: Gartenhortensien haben unter dem späten Frühjahrsfrost derart gelitten, dass nicht nur die Blütenansätze zerstört wurden, sondern Nekrosen tief in die Stiele hineinzogen. Dass in diesem Jahr fast keine Gartenhortensie blühte, war unter Anwohnern in aller Munde. Mit dem Satz „Schauen Sie mal, wie furchtbar“ kamen zahlreiche Gartenliebhaber zu Frauke Behrens, Leiterin des Villmann-Fachmarktes an der Langenhagener Straße. Die Agraringenieurin prüfte die mitgebrachten Hortensien, doch helfen konnte sie nicht. Sie sagt: „Die Blüte entsteht bei Gartenhortensien am zweijährigen Stiel. Also kann, selbst beim Nachwachsen nach dem Frost, keine neue Blüte mehr entstehen.“ Die klassische Gärtnertugend, mit Geduld auf eine günstige Witterung im nächsten Jahr zu warten, wollten allerdings nur wenige Kunden walten lassen, so die Anmerkung von Frauke Behrens mit einem Lächeln. Zu verlockend seien die Strauch-Hortensien im Villmann-Fachmarkt in voller Blütenpracht, die in creme-weiß, violett oder rosa strahlen. Anders als bei der Gartenhortensie entsteht die Blüte an der Strauch-Hortensie am diesjährigen Holz – also sicher nach den Frostnächten ganz neu und schön. Frauke Behrens erklärt gerne botanische Besonderheiten, "damit nicht wieder ein Totalausfall der Blüten passiert“. Und sie sagt: „Es ist doch toll, was es alles gibt. Sorten, die sogar eine niedrige Hecke bilden können, oder Sorten, die in Kübeln oder Gefäßen gut gedeihen.“ Einen praktischen Tipp gibt sie auch gleich noch mit auf den Weg: „Wer Freude an getrockneten Blüten haben will, schneidet sie zeitig ab und stellt sie in eine Vase. Sie trocknen tatsächlich im Wasser und behalten dabei auch ihre Farbe. Man kann wunderbar damit dekorieren.“