Das Beutelschema muss einfach passen

Allerlei kleine Mitbringsel fürs Weihnachtsfest gab es zu entdecken. (Foto: O. Krebs)

Schüler-Firmen der IGS Langenhagen kreierten pfiffige Produkt-Ideen für den Verkauf

Langenhagen (ok). Es ist wohl eine große Ausnahme in unserer Wirtschaftswelt: Eine Firma, die nur ein halbes Jahr existiert und aufgelöst wird, in diesem halben Jahr aber trotzdem extrem produktiv und erfolgreich war. Bei den sechs Schülerfirmen der IGS Langenhagen ist das allerdings der Fall. Die Zehntklässler haben ihr eigenes Konzept und ihre eigenen Ideen eingebracht, nach der Gründung einen Vorstand gewählt und auch diverse Bewerbungsgespräche geführt. Ein Prototyp musste her, um das Produkt überhaupt erfolgreich am Markt platzieren zu können. „Planen, bestellen, einkaufen, produzieren – an jeden Schritt müssen die Schüler denken und auch alles selbst organisieren“, sagt Lehrerin Anke Kayser, die die 10.4 betreut. Sie kennt sich aus mit Betrieben, Firmen und Unternehmen, kommt die gelernte Berufsschullehrerin doch ursprünglich selbst aus der freien Wirtschaft. Die Produkte, die dabei entstanden sind, können sich wirklich sehen lassen: Kaffeebecher, Flaschenöffner, Traumfänger, Buttons, Magnete, Kerzen, Schlüsselanhänger aus Fahrradketten und bemalte oder Batik-Jutebeutel von der Beutelschema-AG. Ein Renner wird vielleicht auch der vielsprechende Glitzerschleim. Wer weiß. Die Vorbereitungen mit dem Materialkauf liefen auf Hochtouren, am Montag und Dienstag wurden an den Produktionstagen die Warenlager gefüllt . Am Donnerstag wurde dann bei der großen Verkaufsmesse in den beiden großen Pausen Bilanz gezogen. Wie kommen unsere Produkte und Ideen bei den Mitschülerinnen und Mitschülern sowie den Lehrern an? „So lernen die Schüler die Arbeitswelt hautnah kennen, merken, dass am Arbeitstag nicht immer alles Spaß macht“, sagt Anke Kayser. Auch wenn es ein fiktives Gehalt gibt und Überstunden aufgeschrieben werden. Bis Ende Januar müssen dann noch die Aktionäre ausbezahlt werden, bevor die sechs AGs für dieses Jahr Geschichte, die Schülerinnen und Schüler aber um viele Erfahrungen reicher sind. Zum Abschluss wird aber an diesem Wochenende nochmal auf dem Adventsmarkt an der Elisabethkirche verkauft.