Das Culinarium ist preiswürdig

Von der starken Konkurrenz ließen sie sich nicht einschüchtern: Robert Fritsche (von links), Andreas Wozny und Steffen Meier freuen sich über den dritten Platz im bundesweit ausgeschriebenen Schaper-Cup. Foto: A. Hesse

Auszubildende erringen den dritten Platz im Schaper-Cup

Langenhagen (he). Dass in der Mensa der IGS, dem Culinarium, gut gekocht wird, hat sich unter den Schülerinnen und Schülern längst herumgesprochen. Jetzt steht darüber hinaus auch noch fest, dass die Fähigkeiten des Küchenteams sogar preiswürdig sind: Zwei Auszubildende belegten beim bundesweit ausgeschriebenen Schaper-Cup einen beachtlichen dritten Platz. Andreas Wozny, Küchenchef des Culinariums, freut sich über die Auszeichnung seiner Schützlinge ganz besonders, weil die Konkurrenz beachtlich war: Insgesamt 53 Teams aus ganz Deutschland hatten sich für den Schaper-Cup beworben, die Langenhagener Köche mussten sich dennoch nur den Konkurrenten vom Schlosshotel Münchhausen Aerzen und vom Waldschlösschen Crivitz bei Schwerin geschlagen geben. „Das ist schon etwas Besonderes, dass wir als Betrieb der Gemeinschaftsverpflegung gleich hinter Michelin-Sterne-Küchen platziert wurden“, stellt Ausbilder Andreas Wozny fest.
Gedämpfte Doradenröllchen auf Rahmspinat und gefülltes Schweinefilet in Blätterteig als Hauptbestandteile eines Drei-Gänge-Menüs brachten den Langenhagener Auszubildenden Robert Fritsche und Steffen Meier die hervorragende Platzierung ein. Ihre Aufgabe war es, mit einem vorgegebenen Warenkorb selbständig ein Menü für sechs Personen zu planen und zu kochen; inklusive aller Vorbereitungen hatten sie dazu fünf Stunden Zeit. „Die Prüfer haben unsere Arbeitstechnik und den Geschmack als absolut spitze beurteilt“, erzählt Robert Fritsche; lediglich beim Anrichten und Garnieren büßten die beiden Koch-Azubis des Culinariums Punkte ein. Dass dieser Punkt in ihrer Ausbildung manchmal etwas zu kurz kommt, ist nicht weiter verwunderlich: Bis zu 900 Essen gibt das Team des Culinariums täglich aus, für ein aufwändiges Anrichten bleibt da einfach keine Zeit.
Acht Auszubildende lernen zurzeit im Culinarium bei Küchenchef Andreas Wozny ihr Handwerk, sechs Köche und zwei Beiköche absolvieren hier ihre Ausbildung. Für Wozny hat dieser Bereich große Bedeutung, und er schätzt es hoch ein, dass die IGS Langenhagen hier mitzieht. Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht, wird doch gerade in Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung aus Kostengründen gerne einmal an der Ausbildung gespart.
Robert Fritsche und Steffen Meier, beide Auszubildende im dritten Lehrjahr, werden ihre Ausbildung im Sommer beenden. Steffen Meier möchte anschließend als Koch auf einem der Aida-Clubschiffe arbeiten oder in einem Restaurant in der Schweiz anheuern, also den „klassischen Weg“ auf der Karriereleiter eines Kochs gehen. Robert Fritsche dagegen wird der Gastronomie den Rücken kehren: Er möchte sein Fachabitur machen und Informatik studieren – die Arbeitszeiten in der Gastronomie sind einfach zu wenig familienfreundlich, hat er während seiner Ausbildungszeit festgestellt.

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