Das Dilemma mit dem Alter

Für ihre langjährige Mitgliedschaft im SoVD wurden eine Reihe von Mitgliedern geehrt. Unter ihnen für 50 Jahre Ruth Heyden (links) und Berta Stahr (rechts), für 25 Jahre Arno Gleichmann (2. von rechts), für fünf Jahre ehrenamtliche Arbeit Schatzmeisterin Erdmuthe Müller; vorne 1. Vorsitzende Almut Jahnke-Saile und Ehrenvorsitzender Lothar Schuldt.Foto: D. Lange (Foto: D. Lange)

SoVD Langenhagen sieht Platzprobleme nach Mensaneubau

Langenhagen (dl) Mehr noch als bei vielen anderen Vereinen sorgt sich der Sozialverband Deutschland (SoVD) um seinen Nachwuchs. Die Mitgliederzahlen sind, nicht nur aufgrund des hohen Altersdurchschnitts, rückläufig und wenn Almut Jahnke-Saile, die 1.Vorsitzende des SoVD, Ortsverbands Langenhagen von dringend benötigten jüngeren Mitgliedern spricht, dann meint sie damit die Generation 50plus. Allein daran zeigt sich schon das eigentliche Dilemma, denn die Klientel des SoVD befindet sich größtenteils bereits im Rentenalter. Trotzdem ist es nicht so, dass die gesamtgesellschaftliche Entwicklung des demografischen Wandels mit einer stetig steigenden Altersstruktur dem SoVD gleichbleibende oder gar steigende Mitgliederzahlen bescheren würde. Im Gegenteil. Hinzu kommt noch etwas anderes. Es zeigt sich immer wieder, dass ein starker Verband wie der SoVD mit seinen vielen Mitgliedern im Rücken bei Anträgen, Widersprüchen oder Sozialrechtsstreitigkeiten gegenüber den Behörden sehr viel mehr erreichen kann als ein einzelner Antragsteller. Und das ist auch nötig, denn die Auswirkungen der Sozialgesetzgebung einerseits und ein sinkendes Rentenniveau andererseits machen sich in Form einer ständig steigenden Zahl von Anträgen auf Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II negativ bemerkbar. Das Beratungszentrum des SoVD in der Herschelstraße in Hannover verzeichnet im Schnitt pro Tag allein 50 reine Beratungen, da sind Anträge oder ähnliches noch nicht mitgerechnet. Almut Jahnke-Saile berichtet in diesem Zusammenhang von einer weiteren besorgniserregenden Entwicklung, wonach viele der Betroffenen dem SoVD als Mitglied beitreten, dessen Dienstleistung in Anspruch nehmen und danach wieder ihren Austritt erklären. Ein Verhalten, welches die so wichtige und starke Position des Verbandes langfristig gefährden könnte. Ein Problem ganz anderer Art könnte aus der Sicht des SoVD in Langenhagen der Neubau der Mensa werden. Die 1.Vorsitzende des Ortsverbands macht sich Sorgen, dass in der neuen Mensa, die zum Schuljahresbeginn 2013/14 eröffnet werden soll, aufgrund des Ganztagesbetriebs der Schulen künftig kein Platz mehr ist. Dabei geht es ihr hauptsächlich um Veranstaltungen wie die Weihnachtsfeiern oder die Kaffeenachmittage für die Senioren, aber auch um die Frage, wo künftig die Jahreshauptversammlung stattfinden wird.
Ihre Sprechstunde für alle SoVD-Mitglieder mit dem Schwerpunkt Behindertenrecht oder Fragen zu Anträgen bietet sie dagegen nach wie vor an und zwar im Rathaus im Raum 2 jeden vierten Donnerstag im Monat.