„Das Dramatische gefällt mir“

José Ale mit der Polostute Perina, Wolfgang Kailing und Yaroslaw Borodin agierten im Stall in Maspe gemeinsam für das Entstehen der Skulptur. (Foto: G. Gosewisch)

Bildhauer Yaroslaw Borodin zu Gast im Polostall

Kaltenweide-Maspe (gg). Wie gesucht und gefunden agierten der Bildhauer Yaroslaw Borodin und Polo-Chef Wolfgang Kailing bei einer Demonstration. Vor Publikum modellierte der Künstler innerhalb einer knappen Stunde eine Skulptur – inspiriert vom Engagement des Pferde-Enthusiasten.
„Das Dramatische gefällt mir. Im April können Donnerschlag und Sonne dicht aufeinanderfolgen“, sagte Wolfgang Kailing, Präsident des Niedersächsischen Polo-Clubs in Maspe, zur Begrüßung seiner Gäste. Sie versammelten sich auf Einladung am Sonntagnachmittag im zauberhaften Ambiente seines Polostalls, um das Entstehen eines Kunstwerkes zu erleben – im Tempo eines Frühlingsgewitters. Das Modell, die neunjährige Polostute Perina, musste an der Hand ihres Betreuers José Ale nicht lange still aushalten. 40 Minuten brauchte der 29-Jährige russische Künstler, um ihr Abbild aus Ton zu erschaffen. Begeistert waren die Zuschauer von dem Ergebnis, denn sowohl Proportionen, als auch Ausdruck stimmten. Gleichzeitig faszinierte die Handschrift des Künstlers. In seiner Arbeit ist die Tradition der realistischen Kunst zu erkennen, sie steht aber visuell und inhaltlich im Einklang mit der Moderne. Wolfgang Kailing lobte Yaroslaw Borodin für seine Arbeit, ist sich sicher, dass er noch Karriere machen wird. Auffallend war, dass beide miteinander sprachen, obwohl es eigentlich eine Sprachbarriere gab. Wolfgang Kailing spricht zwar mehrere Sprachen, doch Russisch gehört nicht dazu. Kein Problem. „Wir arbeiten beide mit unseren Händen, das verbindet uns“, erklärte Wolfgang Kailing, von Beruf Chiropraktiker, zum Gefühl.
Erst vor wenigen Tagen lernte sich das Duo bei der Vernissage des Malers Robert Hettich in der Deutschen Bank in Hannover kennen, wo Yaroslaw Borodin auf Basis von Hettichs Skizzen einen Polospieler auf seinem Pferd modellierte und Wolfgang Kailing gleich mit Hand anlegte.