Das große Volksfest hat begonnen

Ein Prosit auf das Gelingen des großen Volksfestes(von links): Renate Friedrich, Willi Minne, Peter Patz, Manfred Pilgrim, Mirko Heuer, Eckart Ferkau, Michael Freiberg und Ulrike Jagau. (Foto: K. Raap)

54. gemeinsames Schützenfest läuft noch bis Montagabend

Langenhagen (kr). Zwei engagierte Reden von Oberschützenmeister Michael Freiberg und Bürgermeister Mirko Heuer, diverse Ehrungen, ein improvisierter „Fassanstich“ sowie schwungvolle Musik des Blasorchesters der Stadt Langenhagen unter der Leitung von Harald Sander bestimmten die Eröffnungsveranstaltung des 54. Gemeinsamen Schützenfestes. Zum Auftakt hatte zuvor das Musikcorps Langenforth die Fahnenträger sowie Mitglieder des Rats in das Festzelt geleitet. Traditionsgemäß wurden dann die Gewinner der Wettbewerbe bei den „Städtischen Schießen 2016“ geehrt. Michael Freiberg begrüßte anschließend nicht nur Ehrenbürgerin Waltraud Krückeberg, Bürgermeister Mirko Heuer und dessen Stellvertreter Willi Minne, Ulrike Jagau und Renate Friedrich, sondern auch weitere Vertreter aus allen Ortschaften und Schützenvereinen. „Wir freuen uns“, so betonte Freiberg, „mit dem SV Krähenwinkel einen weiteren starken Partner in unseren Reihen zu haben.“ Das gemeinsame Schützenfest sei die öffentlichste Form von Tradition und Brauchtum und ein Fest aller Generationen, bei dem Jung und Alt zusammen feiern. Die Schützenvereine förderten die Jugendarbeit und die sportlichen Wettkämpfe. Bürgermeister Mirko Heuer bekannte sich in seiner Ansprache eindeutig zum Schützenwesen. In diesem Zusammenhang hatte er sich bereits im Vorfeld für eine Verbesserung des Schützenausmarsches engagiert und an Bürger und Organisatoren appelliert, das zu unterstützen: „Damit soll die kulturelle Vielfalt und das bunte Vereinsleben unserer Stadt besser präsentiert werden.“
Zum traditionellen Fassanstich hatte der Bürgermeister in einer sympathischen Aktion zuvor einige Regenschirme verteilt, um die Zuschauer gegebenenfalls vor unnötigen Bierspritzern zu schützen. Aber es kam ganz anders, denn der Festwirt hatte kein anstechbares Fass zur Verfügung. Doch nach dem ersten Schrecken wurde kurzerhand improvisiert. Zum ersten Mal in über einem halben Jahrhundert Geschichte des gemeinsamen Schützenfestes wurde eben gleich gezapft und eingeschenkt. Auch das ergab letztlich ein zünftiges Gruppenbild. Sehr gut kam bei den Besuchern das neu gestaltete Bühnenbild an mit den Wappen der vier veranstaltenden Schützenvereine und der Gemeinschaft sowie dem fotogenen Trompeter, der zur Werbung auch an den Ortseingängen steht.
Am gestrigen Freitag lief unter der Schirmherrschaft vom „Pflegedienst Sonja Vorwerk-Gerth“ und der „Malermeister Volker Köhler GmbH“ der „Industrie-, Handel- und Handwerkertag“, traditionell verbunden mit einem großen, wieder sehr gut frequentierten Haxenessen. Nicht zu übersehen waren im Publikum zünftige Dirndls und Lederhosen. Getanzt wurde nach den unwiderstehlichen Klängen der „Bayernstürmer“, die schnell für allerbeste Stimmung sorgten. Am Sonnabend sind die Vereine in ihren Domizilen unterwegs, wo es wieder um das Annageln der Scheiben geht, verbunden mit lockeren Worten der Scheibenkieker und verschiedener Festivitäten. Um 19 Uhr geht es zurück ins große Festzelt. Nach Musik vom Plattenteller gibt ab 21 Uhr die „Max-Band“ ihr Debüt in der Flughafenstadt. Angesagt ist Partymusik vom Feinsten mit Hits aus mehreren Jahrzehnten.
Das große Festessen am Sonntag beginnt um 12 Uhr. Mit dem „Jugendblasorchester Lucka“ und den „Langenhagener Symphonikern“ hat Sponsor Uwe Eikemeier gleich zwei Formationen verpflichtet. Um 15.30 Uhr setzt sich der Festumzug in Bewegung, und man darf gespannt sein, ob die Appelle an die Vereine Wirkung gezeigt haben. Ab 16.30 Uhr präsentieren sich diverse Kapellen mit flotten Beiträgen. Danach läuft wieder Musik vom Plattenteller. Ermäßigte Preise sind am Montag zum Kindertag angesagt.
Geöffnet ist der Festplatz noch am Sonnabend von 14 bis 2 Uhr, am Sonntag und Montag von 14 bis 24 Uhr.