"Das ist alles eine Sippschaft"

Will für die "Freien Wähler" in den Landtag: der bisherige Kaltenweider CDU-Ortsverbandschef Gerriet Kohls.

Gerriet Kohls tritt für "Freie Wähler" in Ostfriesland an

Kaltenweide (ok). Der bisherige Kaltenweider CDU-Ortsverbandsvorsitzende Gerriet Kohls ist aus der Partei ausgetreten, tritt für die "Freien Wähler" im Wahlkreis 84 (Leer/Borkum) bei der Landtagswahl 2013 an. Zum Wahlkreis, in dem der gebürtige 53-jährige Ostfriese an den Start geht, gehört neben der größten und westlichsten ostfriesische Insel Borkum. Der studierte Geograph, der in Leer geboren wurde, tritt zum ersten Mal bei einer Landtagswahl an, ist als Landtagskandidat nicht gezwungen, in seinem Wahlkreis zu wohnen. "Wir sind noch im Aufbau bei unseren Strukturen und haben deshalb auf einen Kandidaten zurückgegriffen, der nicht im Wahlkreis wohnt", sagt Arno Ulrichs von der Bezirksvereinigung Ostfriesland der "Freien Wähler". Klare Worte findet Kohls, warum er sich von einer etablierten Partei losgesagt hat: "Das ist doch alles eine Sippschaft." Diese Parteien unterschieden sich immer weniger voneinander. Der Bürger werde von den wichtigen Entscheidungen fern gehalten. "Das war bei der Einführung des Euro der Fall wie bei der Frage, ob wir überhaupt eine praktische ungesteuerte Zuwanderung von Menschen nach Niedersachsen haben wollen. Eine nachhaltige Familienpolitik findet ebenso nicht statt", sagt Kohls. Die "Freien Wähler" stünden dagegen für mehr Bürgerbeteiligung und seien damit eine echte Alternative zur bestehenden Parteienherrschaft. Eine bekannte Gegenkandidatin von Kohls ist die Sozialdemokratin Johanne Modder.