Das lange Suchen nach mehr Säcken

Müll über Müll: Nach Ansicht Peter Gaedes eine Folge der Abfallpolitik von aha.

Peter Gaedes mühsames Unterfangen bei aha

Langenhagen (ok). Die Klagen über das neue Abfallsystem bei aha in der Redaktion des ECHO reißen nicht ab. Oft ist das vorgegebene Mindestvolumen bei den Müllsäcken ein Diskussionsthema. Peter Gaede aus Langenhagen hat dagegen negative Erfahrungen in ganz anderer Hinsicht gemacht. Nach seiner Darstellung eine wahre Odyssee. Aber der Reihe nach: Bei Gaedes, die zur Miete am Pferdemarkt wohnen, fällt immer eine Menge Hausmüll an, der feinsäuberlich getrennt wird. 26 Säcke à 20 Liter pro Jahr reichten ihm nicht; das war schon im August absehbar. „Ich wollte mir daraufhin 13 neue Säcke besorgen“, so Peter Gaede. Ein Unterfangen, das sich als ziemlich schwierig gestaltete. Bei den ersten Adressen, die er ansteuerte – der Betriebshof an der Bult und der Wertstoffhof an der Mecklenheider Straße – hatte er keinen Erfolg, niemand habe Bescheid gewusst. Ein Anruf bei aha brachte ihn allerdings weiter, bei der Zentrale an der Karl-Wiechert-Allee gebe es zusätzliche Säcke gegen Entgelt. Gaede freute sich schon, aber die Freude währte nicht lange. Als Gaede sagte, dass er Mieter sei, wurde klar, dass die Säcke nur an seinen Vermieter ausgehändigt werden. Also – gesagt,getan: eine Vollmacht an den Vermieter ausstellen, dass der die Säcke besorgen darf. Am 22. September war es dann endlich soweit, der Vermieter hat Peter Gaede die Säcke gegen Bestätigung übergeben. Mehr als einen Monat, nachdem der Stein ins Rollen gekommen war. Fazit: Die einen haben zu viele, die anderen zu wenig Säcke am Ende des Jahres, aber richtig glücklich sind viele mit der Lösung nicht. Bei den Besitzern der Tonnen mag das anders aussehen.