„Das ruckelt sich schon zurecht“

Standen Rede und Antwort: Michael Nagel aus dem Bereich Wirtschaftsförderung, Ralph Gureck, Anette Mecke und Angelika Janker. (Foto: O. Krebs)
 
Nicht alle Plätze waren bei der Informationsveranstaltung besetzt. (Foto: O. Krebs)

Sanierung Walsroder Straße – Bedenken in Sachen Müllabfuhr und Parken

Langenhagen (ok). Forderungen nach Ersatzmüllsäcken und Sondertouren geisterten bei der Informationsveranstaltung zur Sanierung der südlichen Walsroder Straße durch den Raum. Wird der feste Termin der Abfallentsorger aha und Remondis am Mittwoch während der sechswöchigen Phase etwa zum Problem? Anwohner und Geschäftsleute befürchten das jedenfalls, denn wenn an diesem Wochentag der frische Asphalt aufgetragen werden muss, kommt kein Müllwagen. Doch der Fall sei sehr unwahrscheinlich, versuchte Ralph Gureck, Marketing- und Kommunikationschef im Rathaus, die Gemüter zu beruhigen. Es werde so geplant, dass die notwendigen Arbeiten nicht auf einen Mittwoch fielen, das könne zum Beispiel nur bei Dauerregen passieren. Gureck zeigte sich von seiner witzigen Seite, versprach einer Anwohnerin eine Kugel Eis, falls sie die Fahrbahn nach Ankunft der Straßenbahn gerade während der höchstens zwei bis drei Stunden andauernden Asphaltierung verlassen müsse. Übermäßig viele waren es nicht, die in die Aula des Schulzentrums gekommen waren. Mögliche Gründe: das schöne Wetter und auch die Urlaubszeit. Stichwort Urlaub: Der SPD-Fraktionsvorsitzende kritisierte, dass die Bauarbeiten unmittelbar vor Ende der Sommerferien beginnen sollten. Gureck räumte ein, dass das nicht unbedingt glücklich sei. Allerdings habe es wegen der Ausschreibungsfristen und vollen Terminpläne keine andere Möglichkeit gegeben. Nur: Es seien schon Risse in der 30 Jahre alten Straße, es müsse jetzt zeitnah reagiert werden, bevor es zu spät sei. Der genaue Baubeginn hänge auch von der Verfügbarkeit und Flexibilität der eingesetzten Firmen ab; sieben bis zehn Tage vor dem genauen Termin würden die Anwohner und Geschäftsleute noch per Wurfpost auf den Stand gebracht. Aller Voraussicht nach geht es im Osten los. Im Klartext: Die Fahrbahn aus Hannover in Richtung Langenforther Platz ist in den ersten drei Wochen an der Reihe. Und eine Vollsperrung solle die Ausnahme bleiben und nicht die Regel werden, versprach Anette Mecke, Abteilungsleiterin für Straßen und Verkehr im Langenhagener Rathaus. Abschnittsweise sperren sei aber kaum möglich – die Schächte müssten geöffnet werden und dann alles in einem Rutsch über die Bühne gehen.
Parken ist ein weiteres großes Thema der Diskussion: Anwohner befürchten vermehrt Aufbrüche, wenn der Wagen nicht in der Tiefgarage stehe. Ein Problem, dass die Verwaltung nicht lösen kann, der Parkraum sei nun einmal begrenzt. Kunden hätten Vorrang vor Anwohnern, deshalb auch eine Begrenzung der Parkzeit auf zwei Stunden bis abends um 18 Uhr.
Und die Sanierung dulde auch deshalb keinen Aufschub mehr, weil im nächsten Jahr der Abschnitt der Walsroder Straße vom Langenforther Platz bis zur Ehlersstraße dran sei. Zwei solch große Vorhaben parallel zu wuppen, sei schlichtweg unmöglich.
Ein Anwohner hatte süffisant von „wohlinformierten Kreisen“ im Rathaus gesprochen, die der Ansicht seien, dass die Sanierung der südlichen Walsroder Straße auch im nächsten Jahr möglich gewesen wäre.
Was mögliche Staus und Schleichwege angeht, so ist Angelika Janker von der Ordnungsabteilung zuversichtlich: Die ersten zwei Tage sei alles knifflig, dann ruckle es sich schon zurecht.