„Deckel gegen Polio“ im Gymnasium

Betreut von ihrem Lehrer Denis Stehr sammeln die Schüler im Gymnasium Plastikdeckel, deren Recyclung-Erlös für den guten Zweck gespendet werden soll. (Foto: Seljmani)

Rotary-Sammelstelle für den guten Zweck eingerichtet

Langenhagen. „Uns war von Anfang an klar: Wir werden das Projekt „Deckel gegen Polio“ unterstützen“, sagt Matthias Brautlecht, Leiter des Gymnasiums. Im Eingangsbereich der Schule steht ein Sammelbehälter, in dem Verschlusskappen aus hochwertigem, leicht zu recycelnden Material eingeworfen werden können. Finanziert wurde er von der Stadt Langenhagen, die sich damit einer Rotary-Club-Kampagne anschließt. Ziel der Kampagne ist es, den Plastikdeckel-Reycling-Erlös für die Polio-Bekämpfung zu spenden.
1.100 Schüler sowie das 90-köpfige Lehrerkollegium am Gymnasium können die Sammel-Säule direkt befüllen. Schüler der benachbarten IGS und Nachbarn der Schule ganz allgemein können hier ebenfalls beitragen. „Wir wollten neben unseren Jugendlichen auch eine weitere größere Gruppe einbeziehen“, erklärt Matthias Brautlecht zur Idee der „helfen AG“. Deren Leiter Denis Stehr und die AG-Mitglieder werden in umliegenden Wohnanlagen für das Projekt „Deckel gegen Polio“ werben, um zusätzliche Unterstützer zu gewinnen.
Während Jüngere die Viruserkrankung wahrscheinlich nur vom Hörensagen kennen, können sich viele Ältere durchaus an die Folgen von Polio erinnern. Lähmungen, Verkrüppelung und im schlimmsten Fall Tod durch Atemlähmung lautet das Krankheitsbild der Infektion, der in Deutschland seit den 1960er Jahren mittels einer Schluckimpfung vorgebeugt wird. In vielen Teilen der Welt ist Polio nahezu ausgestorben – dank der Großspende der "Bill und Melinda Gates Stiftung". Nur in wenigen Ländern gibt es die Krankheit noch, Beispiele sind Nigeria, Pakistan und Afghanistan.